Cronuts

Der süßeste Food-Trend aus New York

Das runde Gebäck der Dominique Ansel Bakery in SoHo hat sich in Windeseile weltweit einen Namen gemacht. Wir haben für dich herausgefunden, was hinter dem Cronut-Fieber steckt.

Beschreibung

Eine süß-knusprige Zuckerkruste, zarte Teigfächer, die sich luftig übereinander legen, und als Abschluss eine samtige Cremefüllung – ein Cronut in seiner köstlichsten Form. Klingt verführerisch, aber was ist eigentlich dieser Cronut und wo kommt er eigentlich her? Blicken wir zurück: Am 10. Mai 2013 hatte der Teigkringel in der Dominique Ansel Bakery im New Yorker Szenebezirk SoHo seinen allerersten Auftritt in der Öffentlichkeit und die Cronut-Manie nahm ihren Lauf.

Die Geheimzutat der Blätterteig-Ringe: sehr, sehr viel Zeit

Insgesamt dauerte es 2 Monate, bis Dominique Ansel zusammen mit seinen Pâtissiers das endgültige Rezept ausgetüftelt hatte. Der gebürtige Franzose zählt heute zu den besten Pâtissiers in den USA und sieht New York mittlerweile als seine zweite Heimat an. Da war es nur eine Frage der Zeit, bis er die französisch-amerikanische Freundschaft in seine kulinarischen Kreationen aufnimmt. Das Ergebnis heißt Cronut und ist eine verführerische Mischung aus klassischem französischen Croissant und typisch amerikanischem Donut.

Basis bildet der feine Blätterteig, der drei Tage lang mehrmals geschichtet und dann in die runde Kringelform eines Donuts gebracht wird. Danach erhalten die Teiglinge ein Bad in heißem Traubenkernöl. Anschließend werden sie mit einer Cremefüllung versehen, in etwas Zucker gewälzt und mit einer Glasur überzogen. Fertig ist die sündige Versuchung. Das Besondere des Cronuts ist seine süße Buttercreme, die jeden Monat anders schmeckt. Mai 2013 war es Rose-Vanille, im Juni Zitrone-Ahornsirup und im Juli Brombeere. Für den August hat er sich eine karibische Variante mit einer Creme aus Kokosmilch ausgedacht. Der „Croconut“ ist von außen mit einer Kokosglasur überzogen und mit ein paar getoasteten Kokosnussflocken bestreut.

Ein Gebäck erobert die Welt

Dass der Cronut einfach eine verführerische Köstlichkeit ist, hätte für einen Hype eigentlich schon Grund genug sein können. Angeheizt wird die (weltweite) Manie noch zusätzlich durch die limitierte Stückzahl. Nur etwa 250 Stück stellt das Team der Dominique Ansel Bakery täglich her. Die Produktion nimmt sehr viel Zeit in Anspruch und für Dominique Ansel steht die erstklassige Qualität seiner Produkte im Vordergrund.

Vor den Türen der Bäckerei reihen sich dagegen die Cronut-Fans zu Hunderten, wobei die Ersten ihren Platz oft schon seit 4 Uhr morgens hartnäckig verteidigen. Zu dieser Zeit betritt Dominique Ansel auch seine Bäckerei und beginnt neben der Produktion der Cronuts auch mit der Herstellung seiner vielen anderen süßen und herzhaften Gebäckspezialitäten. Doch Topseller Nummer Eins sind derzeit definitiv Cronuts. Aufgrund des Ansturms musste der Pâtissier bereits sein Personal aufstocken und ein 24-Stunden-Schichtsystem einführen. Dennoch gilt weiterhin die Faustregel: Jeder Kunde darf nicht mehr als 2 Stück kaufen. Diese Regel machen sich einige leider zu Nutze und verkaufen Cronuts für bis zu 100 Dollar das Stück. Ein frischer Cronut kostet original gerade mal 5 Dollar und dennoch läuft das Geschäft auf dem Schwarzmarkt erschreckend gut.

Dominique Ansel arbeitet in der Zwischenzeit schon mit Hochdruck daran, neue Geschmacksrichtungen für den Herbst zu kreieren. Denn die Wahrscheinlichkeit, dass der Cronut-Hype bis zum Ende des Jahres abebben wird, ist relativ gering. Wir blicken auf jeden Fall weiterhin gespannt nach New York und beobachten das Cronut-Fieber aus der Ferne.

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