Das Currywurst Labor – Wie du zu Hause Currywurst wie vom Imbiss machst

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Häufige Fragen

Die Currywurst! Königin der deutschen Imbissbuden. Es ranken sich zahlreiche Mythen und urbane Legenden um die kleine Wurst unter der namensgebenden würzigen Sauce im Pappschälchen. In Film, TV und Literatur verehrt, in Musik und Kunst verewigt, ist kein anderer Straßensnack auf der Welt so eng in der Kultur und Geschichte eines Landes verankert, wie unsere heimische Currywurst.

Aber warum ist das „Steak des kleinen Mannes“ so berühmt? Wo kommt die heiße Wurst überhaupt her und am Wichtigsten: wie machst du die beste Currywurst Deutschlands zu Hause nach? Alle Antworten, Tricks und Wurstgeheimnisse findest du in unserem Currywurst Labor.

Die Erfindung der Currywurst

Es ist der 3. September 1949, an dem die Berliner Imbissbudenbesitzerin Herta Heuwer die Currywurst erfindet. Naja, nicht die Wurst an sich, sondern eine Sauce aus Tomatenmark, Gewürzen, Currypulver und Worcestershire Sauce. Die Sauce ist sämig, dickflüssig, süß und gleichzeitig scharf. So etwas hatte Berlin bis dahin noch nicht gegessen. Bis dato wurden Würste immer in dünnflüssigem Ketchup ertränkt oder in Senf getunkt.  Die Kunden sind aus dem Häuschen und rennen der 36-jährigen gebürtigen Königsbergerin die kleine Bude in der Kantstraße ein. Heuwer lässt sich die Sauce unter dem Namen „Chillup“ schützen und wird zum Berliner Promi. Sie ist so erfolgreich, dass sie in der Blütezeit 19 Angestellte beschäftigt und sogar Kinowerbung schaltet.

Die Currywurst wird im ganzen Land kopiert. Besonders für Handwerker, Bauarbeiter und die damals zahlreichen Zechenarbeiter ist die leckere Wurst eine schnelle, sättigende und vor allem gesellige Mahlzeit. Auch nach der Schicht ist eine Currywurst gekoppelt mit dem ein oder anderen Feierabendbierchen eine angesagte After Work Gestaltung. So haftet dem Wurstgericht bis heute der Charme des Proletariats bzw. der hart arbeitenden Gesellschaft an.

Politiker oder Promis lassen sich auch heute noch gerne an Currywurstbuden fotografieren um Bodenständigkeit und Volksnähe zu zeigen.

Der eigentliche Reiz liegt aber in der Imbiss-Atmosphäre. Egal ob Handwerker im Blaumann oder Anwalt im Armani-Anzug. In der Currybude sind alle gleich. An den großen Curry Hotspots herrscht den ganzen Tag (und die ganze Nacht) eine ausgelassene, offenherzige Stimmung. Laute Debatten um Sport und Politik sind genauso zu hören wie Leidensberichte über den Ehepartner oder Fußballgesänge.

Die obligatorischen Rufe der Budenbesitzer wenn dein Gericht fertig auf dem Tresen steht, machen das einzigartige Ambiente dieses Mikrokosmos perfekt.

Extra Tipp

Falls du auf deinem Curry-Pilgerweg in Berlin vorbeikommst und einmal an der Stelle stehen möchtest, an der die Currywurst erfunden und verkauft wurde, mache einen Abstecher zur Kantstraße 101. Dort hängt eine Ehrentafel zum Gedenken an Herta Heuwers Imbiss und ihre legendäre Saucen-Erfindung.

Welche Wurst-Art eignet sich für meine Currywurst

Currywurst Variation

Dreierlei Currywürste

Eine originale Currywurst ist eine Brühwurst, die aus Schweinefleisch, Speck und Wasser hergestellt wird. Nach dem Gesetz der Landesbehörde und Fleischerinnung von 1967 darf eine echte Currywurst weder geräuchert noch gepökelt sein. Zusätzlich zur geheimen Gewürzmischung, mischen die Metzger meist schon etwas Currypulver mit in die Masse. Das Brät wird in Schweinedärme gefüllt und auf ca. 68 °C gebrüht.

Berliner Currywürste ohne Darm werden durch einen Schlauch direkt ins heiße Wasserbad gesprüht.

Ok, du macht dich also voller Vorfreude auf zum Metzger. Aber beim Blick in die Auslage und der großen Variation der verschiedenen Wurstsorten wirst du stutzig. Welche Wurst ist denn nun die Richtige für deine hausgemachte Curry-Variation?

Die beste Auskunft kann dir immer noch dein Metzger geben. Frage ihn nach einer Brat- oder Brühwurst, die nicht gepökelt oder geräuchert wurde.

Jetzt geht’s ans Ausprobieren. Kauf dir von jeder Variante am besten eine Wurst und schaue, was dir am besten schmeckt. Ich habe 3 verschiedene Wursttypen getestet. Vielleicht hilft dir das bei deiner Entscheidung

3 Currywurst-Typen im Test

Die originale West-Berliner Currywurst mit Darm ist der Klassiker und die Mutter aller Würste, die für das Gericht mit Currysauce verwendet werden. Die Erfinderin Herta Heuwer schwor auf ihre Würste im Darm.

West-Berliner Currywurst mit Darm

West-Berliner Currywurst mit Darm

Fazit: Der Geschmack ist lecker würzig. Eine leichte Note von Majoran passt sehr gut zum Brät. Die Wurst ist bissfest und knackt durch den kross angebratenen Darm beim Hineinbeißen ordentlich.

Die Ost-Berliner Currywurst wird genau wie ihr West-Berliner Pendant hergestellt. Allerdings kommt das Brät nicht in einen Darm, sondern direkt ins Wasserbad, wo es gerinnt und fest wird. In der DDR wurde ausschließlich diese Variante serviert, da Därme sehr teuer waren und sie das „Arbeiter-Gericht“ unerschwinglich gemacht hätten.

Ost-Berliner Currywurst ohne Darm

Ost-Berliner Currywurst ohne Darm

Fazit: Nicht ganz so würzig. Beim Kauen aber sehr fein und viel weicher als die West-Berliner Wurst.

Die VW-Currywurst ist in der Republik allseits bekannt und anscheinend auch sehr beliebt. Ihren Siegeszug startete sie in den zahlreichen VW-Kantinen. Schon seit 1973 wird diese Currybockwurst hergestellt und verkauft. Die Bockwurst aus Schweinefleisch, Schweinebacke, Schweinebauch und Speck wird im Gegensatz zu einer originalen Wurstzubereitung erst heiß geräuchert und dann gebrüht.

Die Werks-Wurst wird immer noch in der konzerneigenen Metzgerei bei Wolfsburg hergestellt. Das Besondere ist ihre Länge, die mit gut 25 cm gerne doppelt so groß wie eine herkömmliche Currywurst ist. In den Volkswagen-Kantinen wird sie mit dem eigens hergestellten VW Curry-Ketchup serviert.

VW Currywurst

Originale VW-Werkswurst

Fazit: Schmeckt wie eine typische Bockwurst. Außen knackig, innen ein weiches, bissfestes Brät. Der leichte Rauch am Darm ist, wenn auch nur im Hintergrund, präsent.

Egal für welche Wurstvariante du dich entscheidest – Achte darauf, dass das Fleisch eine gute Qualität hat und möglichst keine künstlichen Zusätze enthält.

Currywurst einschneiden und richtig braten

Die Vorbereitung beginnt mit dem Einschneiden der Würste. Dabei ist es egal, ob du einen langen Schnitt über die ganze Wurst, oder mehrere Querschnitte machst. Die Schnitte verhindern, dass die Wurst beim Braten aufplatzt und unförmig und unschön aussieht. Dabei musst du nicht zu tief ins Fleisch schneiden. 1-2 cm reichen völlig aus.

Currywurst wird eingeschnitten

Currywurst wird quer eingeschnitten, um Aufplatzen zu verhindern

Die Querschnitte haben den Vorteil, dass deine Wurst nach dem Braten schon mundgerecht vorportioniert ist. So kannst du die Wurststücke ganz einfach mit dem Holzpieker zertrennen oder mit den Fingern abbrechen.

Im Ruhrpott ist es an manchen Buden üblich die Wurst längs aufzuschneiden und zu braten. Der große Spalt wird dann dazu genutzt die Currysauce gleichmäßig in und auf der Wurst zu verteilen. In Ost-Berlin wird die Wurst nach dem Braten manchmal halbiert und mit Currysauce übergossen. Die beiden Wurstenden bleiben dabei frei, damit man sie gut mit den Fingern anfassen kann.

Extra Tipp

In West-Berlin kam die Currywurst vorm Mauerfall in Stücke geschnitten auf den Imbisstisch. In der DDR wurde die Wurst am Stück serviert, damit der Kunde sehen konnte, dass er nicht betrogen wurde.

Currywürste mit verschiedenen Einschnitten

Currywürste mit verschiedenen Einschnitten

Checkliste zum Braten

Das Wurstbraten ist eine Kunst. Doch keine Sorge, mit ein paar Kniffen hebst du deine heimische Wurst auf Sterne-Budenniveau:

  • Benutze eine Pfanne aus Edelstahl oder Gusseisen. Beide Materialien halten die Hitze sehr gut und geben sie gleichmäßig an deine Würste ab. Dadurch bekommst du von allen Seiten eine krosse Kruste an die Currywurst.
  • Schneide deine Würste mit einem Messer ein, damit sie beim Braten nicht aufplatzen.
  • Spare nicht am Öl. Deine Würste können gerne bis zur Hälfte in Raps- oder Sonnenblumenöl liegen. Schau in deiner Lieblings-Currybude mal auf die Grillplatte. Da ist ordentlich Öl druff, damit die Würste von beiden Seiten gleichmäßig braun und kross werden.
Würste in der Pfanne

So werden auch die Seiten der Currywurst goldbraun

  • Geduld ist das Zauberwort. Heize das Öl in der Pfanne nur auf mittlerer Hitze auf. Eine gute Currywurst braucht gerne 10-15 Minuten, bis sie perfekt ist.
  • Wende die Wurst jede Minute, bis sie auf beiden Seiten goldbraun und kross ist.

Die Currysauce

Eine Currywurst steht und fällt mit der Sauce, in die sie gebettet wird. Sonst wäre die Wurst halt auch nur ne Wurst. Eine gute Sauce sollte sich samtig und sämig um die Currywurststücke schmiegen und so lecker sein, dass man das ganze Schälchen am liebsten auslecken möchte. Würzig, süßlich und ein bisschen scharf. Eine selbstgekochte Sauce ist heutzutage schwer zu finden. Viele Wurstbuden greifen immer noch auf fertige Produkte oder Gewürzketchup zurück.

Fakt ist, eine fantastische Sauce braucht Zeit und Liebe. Allerdings wirst du dafür auch mit einem fantastisch schmeckenden, hausgemachten Produkt belohnt.

Herta Heuwer hat ihr Originalrezept leider nie aufgeschrieben. Aber hier habe ich eine Rezeptvariante für dich, mit der du alle Currywurst-Freunde begeistern wirst.

Zutaten:

  • 2 kg reife Tomaten
  • 7 rote Zwiebeln
  • 1 Chilischote
  • 6 cm Ingwer
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1 Zitrone
  • 100 g Tomatenmark
  • 80 ml Balsamico
  • 5 EL Honig
  • 3 EL Worcestershiresauce
  • 6 EL Currypulver
  • 2 EL Senfkörner
  • 2 EL Kreuzkümmel
  • 1 Zimtstange
  • 2 EL Nelken
  • 1 EL Piment
  • 1 TL grüner und schwarzer Pfeffer
  • 4 EL Salz
Currysaucen Zutaten

Zutaten für eine fruchtige Curry-Sauce

1
Tomaten vierteln und Strunk herausschneiden.
2
Tomatenviertel in grobe Würfel schneiden.
3
Zwiebeln schälen, halbieren und in grobe Würfel schneiden.
4
Ingwer, Knoblauch und Chili grob hacken.
5
Alle trockenen Gewürze und die Hälfte des Currypulvers in einem großen Topf bei niedriger Hitze ca. 5 Minuten anrösten.
6
Zwiebeln und einen Schuss Sonnenblumenöl in den Topf geben und auf mittlerer Hitze unter Rühren 2 Minuten anrösten.
7
Chili, Ingwer, Knoblauch und Tomatenmark in den Topf geben und 3 Minuten mitrösten.
8
Tomaten dazugeben, Deckel halb aufsetzen und auf mittlerer Hitze ca. 30 Minuten einkochen lassen, bis eine flüssige Sauce entstanden ist. Ab und zu umrühren.
9
Salz, Balsamico, Honig, Currypulver und Worcestershiresauce zur Sauce geben, verrühren und bei offenem Deckel nochmals ca. 1 Stunde köcheln lassen.
10
Die Sauce sollte jetzt dickflüssiger und um die Hälfte reduziert sein.
11
Zitronensaft in die Sauce geben. Mit Salz und Zucker abschmecken.
12
Sauce durch ein feines Sieb in einen kleineren Topf passieren und auf mittlerer Hitze nochmals ca. 30 Minuten einkochen lassen.
13
Die Sauce ist fertig, wenn dicke Bläschen an der Oberfläche zu sehen sind und die Sauce sämig und dickflüssig ist.
14
In sterile Flaschen oder Weckgläser umfüllen, fest verschließen und auf dem Kopf stehend auskühlen lassen.

Extra Tipp

Deine Currysauce hält sich fachgerecht eingeweckt mehrere Monate geschlossen im Kühlschrank. Auch eine angefangene Flasche kannst du mehrere Wochen in der Kühlung stehen lassen. Portionsweise in Gefrierbeutel gefüllt und eingefroren, hast du sogar ein gutes Jahr Freude an deiner selbstgemachten Sauce.

Brauchst du etwas Abwechslung im Pappschälchen? Wie wäre es mit diesen fantastischen Currysaucen-Variationen?

Kommt da noch was bei? – Beilagen zur Currywurst

In Ost-Berlin wurde die Currywurst zu DDR-Zeiten nur mit einer Schrippe oder einer Scheibe Toast serviert. Im Westteil durfte es dank des französischen Einflusses auch gerne Mal eine Portion Pommes frites sein. Heutzutage ist der Klassiker: Currywurst, Pommes, Mayo. Hier ein paar weitere Anregungen für deine nächste Wurstparade:

Currypulver - Gold in Pulverform

Curry League

8 verschiedene Curry-Pulver aus aller Welt

Currywurst ohne Curry? Ähh … undenkbar. Die indische Gewürzmischung ist nicht nur Namensgeber des deutschen Streetfoods, sondern auch einer seiner wichtigsten Bestandteile. Doch Currypulver ist nicht gleich Currypulver. Es gibt unzählige Mischungen mit unterschiedlichen Gewürzen. Magst du es gern scharf? Mild und süß? Kräftig würzig? Für jeden Geschmack gibt es eine Mische. Damit du im Curry-Dschungel den Überblick behältst, kommen hier ein paar Empfehlungen.

Extra Tipp

Die Hauptbestandteile einer Currymischung sind Kurkuma, Kreuzkümmel, Koriander, Cayennepfeffer und Bockshornklee. Einige Mischungen bestehen sogar aus bis zu 50 verschiedenen Gewürzen.

Anapurna Curry aus Nepal

Anapurna Curry aus Nepal

Mild bis leicht pikant

Hauptzutaten: Kurkuma, Pfeffer, Piment, Senfkörner, Paprika, Kümmel

Vindaloo Curry aus Madras (Indien)

Vindaloo Curry aus Madras (Indien)

Pikant bis scharf

Hauptzutaten: Kurkuma, Zimt, Senfkörner, Chili, Koriander, Kreuzkümmel, Bockshornklee, Kardamom, Lorbeer

In der Variante der südindischen Stadt Madras ist meist ein höherer Chili Anteil enthalten.

Orientalisches Curry aus dem Iran

Orientalisches Curry aus dem Iran

Mild bis leicht pikant

Hauptzutaten: Koriander, Kurkuma, Paprika, Ingwer, Bockshornklee, Kreuzkümmel, Pfeffer, Sellerie, Zimt, Piment, Kardamom, Nelken, Kümmel

Curry-Pulver aus Thailand

Curry-Pulver aus Thailand

Pikant würzig

Hauptzutaten: Kurkuma, Koriander, Senf, Bockshornklee, Salz, Chili, Knoblauch, Ingwer

Sweet Bengal Curry aus Ost-Indien/Bangladesch

Sweet Bengal Curry aus Ost-Indien/Bangladesch

Sehr mild süßlich

Hauptzutaten: Koriander, Kreuzkümmel, Kurkuma, Knoblauch, Paprika, Zimt, Bockshornklee, Ingwer, Senf, Pfeffer

Englisches Curry

Englisches Curry aus indischen und europäischen Gewürzen

Mild würzig

Das englische Currypulver ist eine Mischung aus indischen und englischen Gewürzen. Zur Zeit des Commonwealth (Britisch-Indien) brachten viele Inder ihre Esskultur mit nach England und prägten dadurch die heutige englische Küche. Die Briten waren mit den exotischen Gechmäckern Indiens überfordert und ließen sich daher eine Mischung herstellen, die einheimische Gewürze beinhaltet.

Hauptzutaten: Koriander, Kurkuma, Senf, Bockshornklee, Kartoffelstärke, Dill, Salz, Sellerie, Ingwer, Zwiebeln, Knoblauch, Zimt

Grünes Curry aus Asien

Grünes Curry aus Asien

Mild aromatisch

Hauptzutaten: Koriander, Kurkuma, Porree, Petersilie, Basilikum, Ingwer, Knoblauch, Kardamom

Pinkes Curry aus Indonesien

Pinkes Curry aus Indonesien

Mild süßlich

Hauptzutaten: Hibiskus Blüten, Bockshornklee, Pfeffer, Knoblauch, Cassia Zimt, Rote Bete, Muskat, Nelken, Fenchel, Anis

Extra Tipp

Wenn du dich als Tourist in Berlin einer heimischen Straßenclique anschließt und es heißt „Ey Keule, komm wir jehn jetze indisch essen!“ erwarte kein Tandori-Chicken und Naan-Brot. Gemeint ist der Gang zur Currybude.

Eigenes Currypulver herstellen

Hast du Gewürze, die dir besonders gut zur Currywurst schmecken? Dann stelle dir doch einfach deine eigene Currymische zusammen. Das ist einfacher als du denkst. Außerdem ist der Duft der vielen verschiedenen Gewürze einfach himmlisch. Du brauchst lediglich:

  • Verschiedene getrocknete Gewürze
  • 1 Pfanne
  • 1 Mörser
  • 1 feines Sieb

Zutaten für ein Basis-Curry-Pulver:

  • 5 TL Kurkuma
  • 2 TL Koriandersamen
  • 2 TL Cayennepfeffer
  • 1 TL Kardamomkapseln
  • 2 TL Kreuzkümmel
  • 2 TL geräucherte Paprika
  • 2 TL Curryblätter
  • 1 TL langer Pfeffer
  • 1 TL Rote Beeren
  • 1 TL Bockshornklee
  • ½ TL Zimt
  • ½ TL Ingwer
  • ½ TL Senfkörner
  • ½  TL Zitronenschale
  • ½ TL Piment
  • 2 TL Nelken

Gewürze für dein selbstgemachtes Curry-Pulver

Gewürze für dein selbstgemachtes Curry-Pulver

Alle Gewürze in eine Pfanne umfüllen und auf niedriger Hitze ca. 6 Minuten unter ständigem Rühren anrösten.

Gewürze in einen großen Mörser umfüllen

Ca. 5 Minuten kräftig stampfen und mahlen

Curry-Pulver durch ein feines Sieb streichen.

In luftdichten Dosen oder vakuumiert hält sich deine Curry-Mischung mindestens ein halbes Jahr.

Extra scharfe Saucen im Selbstversuch - Die Scoville Challenge

Scharfe Saucen und schmerzverzerrte Gesichter gehören ebenso zum authentischen Currywursterlebnis wie das obligatorische Pilsken. Du magst deine Currywurst "chaaf"? Dann tunke sie in eine extrascharfe Sauce.

Saucen Arsenal

Scharfes Saucen Arsenal

Über die Scoville Skala (SHU -Scoville Heat Unit) wird die Schärfe von Lebensmitteln angegeben. Hier zur Orientierung einige Vergleichswerte:

  • Paprika – 0 Scoville
  • Tabasco – 2600 Scoville
  • Jalapeno – 2600 – 8000 Scoville
  • Chipotle – 5000 – 10000 Scoville
  • Cayennepfeffer – 30.000 – 50.000 Scoville
  • Thai Chili – 60.000 – 100.000 Scoville
  • Rote Habanero – 577.000 Scoville
  • Naga Jolokia – 1.000.000 Scoville
  • Polizei Pfefferspray – 5.000.000 Scoville
  • Reines Capsaicin – 16.000.000 Scoville

Um dir die verschiedenen Schärfegrade anschaulich zu vermitteln, haben wir waghalsig alle Scoville-Schärfe-Stufen in uns reingekippt.

Links ein schärfeerprobter Tester (ich, Freddi), rechts Schärfe-Neuling Marcus

Und ja, eins vorweg. Wir haben gelitten. Sehr lange!

Besonders mein Leidensgenosse Marcus, da Bananen im Alltag das Schärfste sind, was er zu sich nimmt. Ich hingegen esse gerne mal scharf. Allerdings in Maßen und normalerweise keine wettkampffähigen Capsaicin-Kampfstoffe.

Scoville Challenge Grafik

Schärfe-Skala inklusive optischem Schmerzfaktor

Nach einigen trockenen Brötchen, einer Big Box Taschentüchern und dem ein oder anderen Milchshake waren die meisten Tränen getrocknet (bei uns beiden vom Chili, bei unseren Kollegen vom Lachen) und wir konnten trotz geschwollener Zungen, botoxdicken Lippen, wild laufender Nase und aufgequollener Augen wieder begrenzt händisch miteinander kommunizieren.

Aber warum tun wir uns das überhaupt an, wo doch der mit Abstand schönste Moment am Scharfessen der ist, wenn der Schmerz endlich langsam nachlässt und man voll verschwitzt wieder halbwegs Zunge und Gesicht fühlen kann? Niemand kann es als angenehm empfinden, wenn die Zunge wie flüssige Lava brennt, die Augen tränen, die Nase schnoddert und man schwitzt als würde man mit einer Daunendecke in der finnischen Sauna abgammeln.

Vielleicht liegt es ja daran, dass scharfes Essen glücklich macht?! Die Schärfe setzt Glückshormone (Endorphine) frei, die uns trotz des Schmerzgefühls glücklich machen. Capsaicin ist also eine Art Sado-Maso-Wirkstoff.

Oder ist das alles Kappes und es liegt an der Herausforderung an sich? Junge, moderne, urbane Helden, die ausziehen, sich im Kampf gegen einen feuerspeienden Drachen (heutzutage Chilischoten) zu beweisen, um als Mann wiederzukehren, den Respekt der heimischen Dorfbewohner und die Gunst einer holden Maid zu erringen?

Ich weiß es nicht … zumindest sieht man nach einer ordentlichen Capsaicin-Ladung schon mal aus wie nach einem Kampf um Leben und Tod. Aber keine Sorge: Das Schlimmste, was dir von extremen Dosen Capsaicin passieren kann, ist ein Kreislaufkollaps.

Extra Tipp

Auf keinen Fall solltest du Wasser trinken. Capsaicin ist fett- aber nicht wasserlöslich. Trinkst du also Wasser wird der Schmerz noch schlimmer, da das Wasser die Schärfe im gesamten Mundraum verteilt. Fetthaltiges, wie Vollmilch mit einem Schuss Olivenöl, griechischer Joghurt oder Brot schaffen langsam aber sicher Abhilfe.

Bestellen wie ein Profi - Currybuden Slang

Die Currywurst ist so berühmt, dass sie sogar eine Erwähnung im modernen Knigge findet. Dort heißt es: „In der Würstchenbude gibt es zu Pommes frites, Currywurst etc. kleines Plastikbesteck, das Sie auch verwenden sollten.“ Aha. Nun ja, jede Region hat ihre eigenen Traditionen und vor allem Sprache.

Hier kommen aber ein paar universell einsetzbare Floskeln, mit denen du am Imbiss als Currykenner sofort offen in die muntere Gesellschaft aufgenommen wirst.

Currywurst Teller Synonyme – Ex-Kanzler-Filet (Gerhard Schröder liebt die Berliner Currywurst), Ruhrpott-Carpaccio, Manta-Frühstück (vom Film „Manta Manta“ abgeleitet), Bottroper Schlemmerplatte, Schimanski-Teller (nach Tatort Kommissar Schimanski aka Götz George), Assi-Teller, Chateau im Darm, Deutsche Platte, Curry-Lenker, Knüppel mit Gerümpel

Auf der Menütafel

  • CWP, C-Wurst mit Piekser und Pommes, 1 x mit – Currywurst mit Pommes
  • CPM – Currywurst, Pommes, Mayo
  • CPM Spezial – Currywurst, Pommes, Mayo, Zwiebeln
  • Curry Schranke/C-Rohr Schranke /Schimanski Teller – Currywurst, Pommes, Ketchup, Mayo
  • CWPZM – Currywurst, Pommes zum Mitnehmen
  • Comanchenteller – XXL Portion Currywurst Pommes
  • PM Blau – Weiß – Pommes Mayo im blau weiß gestreiften Tütchen zum Mitnehmen

Pommes frites Synonyme – Fritten, Acrylamid Stangen, Altöl-Stäbchen, Kanthölzer, Vierkantnudeln, Gerümpel, helle Stöckchen, Aknestäbchen, gestreifte Kartoffeln, Stangenrösti, fettige Stangen des Teufels

Currywurst-Bude - Fressstelle, Fresstempel, Futterpuff, Futterkrippe, Baude

Obligatorisches Bier zur Currywurst - Molle (Berlin), Pils(e)ken, Pilsette (Nordrhein-Westfalen), Buddel (Hamburg)

Glas Fassbrause - (nur in Berlin) - Sport-Molle

6 Bier zum Mitnehmen - Herrenhandtasche

Apfelschorle - Pleur de Pommes

Richtige Grammatik am Imbiss-Tresen

Es gibt einige wenige Grundregeln, die in jeder Region der Bundesrepublik beim lokalen Curry-Imbiss anwendbar sind.

1. Es existiert kein Plural beim Bestellen

Möchtest du etwas bestellen, mach es dir nicht schwerer als es sein muss. Konzentriere dich auf deine kulinarische Wahl und ordere einfach alles in der Einzahl, wie es auf der Menütafel steht.

Beispiel: „Ich bekomm 2 Currywurst, 3 Pommes Mayo und 2 Schaschlik, (bidde)!“

2. Personifizierung – Du bist, was du isst

Hier macht sich der Imbiss-Slang ein Stilmittel der großen Lyriker und Poeten zu eigen. Die Personifizierung lässt dich zu deinem Gericht werden. So heißt es richtig:

„Isch bin die Currywurst, mein Kumpel is dat Schnitzel. Pilseken sind wa beide!“

3. Artikel stören doch nur

Vergiss „der/die/das“ und unnötiges Deklinieren jeglicher Artikel. In der Imbissbude existiert nur der adverbiale Akkusativ „den“.

Beispiel: „Wer hat den Pommes bestellt?“ oder „Hat wer den Salz?“

4. Ohne Substantiv geht die Bestellung sogar noch schneller

Wer im Imbiss einkehrt, hat oft keine Zeit um sich gemütlich an einen Tisch zu setzen und in aller Ruhe die Speisekarte zu durchstöbern. Es muss schnell gehen. Darum hat es sich eingebürgert, schon bei der Bestellung Zeit zu sparen. Das Hauptwort wird somit einfach weggelassen. Simpel und effektiv zu gleich.

Beispiel: „Hier kam noch zweimal mit und einmal ohne!“ oder „Einmal für hier, bidde!“

Hotspots für die beste Currywurst in Town

Currywurst ist nicht gleich Currywurst. Hier findest du die regionalen Wurst-Mekka unserer größten Städte. Natürlich hat jeder seinen ganz eigenen Geheimtipp. Alle Buden konnte ich daher leider nicht berücksichtigen. In den aufgeführten Imbissen kannst du auf jeden Fall fürstlich currywursten.

 

Berlin

In der Wiege der Currywurst gilt es natürlich einen Ruf zu verteidigen. Die besten Imbissbuden sind daher auch überall in der Hauptstadt verteilt. Hier sind die Top 6 für echtes Currywurst-Feeling

 

Hamburg

Auch die Hamburger versuchen in der Gilde der besten Würste und Currysaucen immer noch einen drauf zu setzen. Die Buden bzw. Restaurants in der Stadt sind meist etwas schicker als die Berliner Pendants. Auf St. Pauli oder der Schanze findest du dann original Imbiss-Feeling.

 

Ruhrgebiet

Der Ruhrpott ist seit jeher ein Pilgerziel für Currywurst Liebhaber. Ganze Generationen sind mit Currywurst groß geworden. An fast jeder Eck-Bude kannst du eine Currywurst bestellen. Hauptmahlzeit tausender von Zechenarbeitern und der beliebteste Snack in den vielen Fußballstadien im Pott. Hier sind 5 ausgewählte Curry-Oasen.

 

Düsseldorf

In Düsseldorf finden sich edle Curry-Buden genauso wie bodenständige Curry-Buden. Je nachdem worauf du gerade Lust und Laune hast, ist für jede Gemütsstimmung was dabei.

 

Köln

Köln kann nicht nur Döner. Auch einige Imbissbuden sind überregional bekannt. Die meisten Imbisse finden sich in und um die Altstadt. Allerdings hast du in Köln sogar die Möglichkeit, am Tresen des originalen Tatort-Imbisses eine Currywurst Pommes Schranke zu bestellen.

 

München

In München hat die Currywurstkultur etwas mehr Chic. Porzellanschälchen und weiße Tischdecken sind nicht selten anzutreffen. Doch egal ob im Wurstrestaurant oder am Imbisswagen: Die Würste schmecken einfach in jedem Ambiente fantastisch.

Currywurst Rezepte

Jetzt heißt es Würstchen ran holen und ab an den Herd zum Currysauce kochen. In unserem Magazin findest du ein paar Anreize für deine nächsten selbstgemachten After-Work Currywurst-Variationen. Herta Heuwer wäre stolz, dass ihre Erfindung auch bei dir zu Hause auf dem Herd perfektioniert wird. Und das auch noch hausgemacht. Besser geht’s nicht. Und besser als Currywurst geht’s ja erst recht nicht.

Um in Herbert Grönemeyers Worten zu schließen „Kommse vonne Schicht, was Schönres gibt et nich – als wie Currywurst"

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