Küchenmesser: Das musst du wissen

Küchenmesser gehören zur Grundausstattung einer Küche genauso wie der Kochtopf. Doch welches Messer ist das passende für dich und was macht ein gutes Messer überhaupt aus? Eine kleine Hilfestellung für den Messerkauf.

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Ohne das passende Messer lässt sich Gemüse nicht in kleine Würfel schneiden und Fleisch nicht in feine Filets zerteilen. Doch so vielseitig die Lebensmittel, so facettenreich ist auch die Auswahl an Küchenmessern. Bei der Suche nach dem richtigen Messer für die eigene Küche solltest du dir vor allem folgende Fragen stellen: Experimentierst du in der Küche gerne mit Lebensmitteln und Schnitttechniken? Bist du Fleisch-, Fisch- oder ausschließlich Gemüseliebhaber? Gibt es in deiner Küche genügend Platz für eine große Messerkollektion oder könntest du geradeso eine Basisausstattung unterbringen? Wenn du diese Fragen in Betracht ziehst, bist du schon auf einem guten Weg, aber noch nicht am Ziel. Um dir eine Entscheidungshilfe und auch ein wenig Profi-Wissen zum Angeben an die Hand zu geben, haben wir für dich alles zusammengetragen, was du über Küchenmesser wissen solltest.messer-infographic-teile1

Für jeden Zweck das passende Messer

Um in der großen Auswahl an Messern genau das eine oder eben mehrere Messer zu finden, die den eigenen Ansprüchen gerecht werden, solltest du deine Kochgewohnheiten analysieren. Schnell zeigt sich, welche Messer du wirklich brauchst und welche Messer einfach ein Plus an Komfort bieten. Mit einem ordentlichen Kochmesser kannst du in jedem Fall nichts falsch machen. Das Messer ist mit einer sehr langen und breiten, abgerundeten Klinge mit glatter Schneide versehen, die beim Schneiden von Fisch, Fleisch, Gemüse und auch Kräutern die typische Wiegebewegung ermöglicht. Mit dem starken Klingenrücken kannst du außerdem leicht Nüsse knacken. Ein echtes Multitalent eben. Das Obst- und Gemüsemesser ist ein weiteres Basismesser, das zu jeder Grundausstattung gehören sollte. Du kannst es neben den üblichen Tätigkeiten auch als Schälmesser einsetzen. Ebenso selbstverständlich ist das Brotmesser, dessen Schneide mit einem tiefen Wellenschliff versehen ist. Um es vielseitiger verwenden zu können, lassen sich mit ihm nicht nur harte Brotkrusten sauber zerteilen, sondern auch Obst mit harter Schale aufschneiden. Ein spitzer Sägeschliff, wie beim Tomatenmesser, eignet sich dagegen zum Schneiden von kleinerem Obst und Gemüse mit harter Schale, aber weichem Kern. Dazu zählen, wie der Name verrät, Tomaten, aber auch Nektarinen, Pfirsiche oder Pflaumen. Auch Wurst lässt sich mit diesem Messer einfach schneiden.

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Die Spezialisten

Es gibt aber auch eine Reihe Spezialmesser, die meist nur zum Schneiden bestimmter Lebensmittel verwendet werden. Zu diesen Messern zählt zum Beispiel das Ausbeinmesser. Das Herauslösen von Knochen, Sehnen, Fett und Haut von Fleisch oder Geflügel geht mit diesem Messer leicht von der Hand, da sich die S-förmige Klinge gut am Knochen entlang führen lässt. Käseliebhaber kommen dagegen nicht ohne ein gutes Käsemesser bzw. ein Weichkäsemesser aus. Brie oder anderer Käse bleibt dank der großen Aussparungen im Klingenblatt an diesem nicht kleben, sodass du den Käse sauber schneidest anstatt ihn zu zermatschen. Mit den zwei Zinken an der Klingenspitze lässt er sich dann unfallfrei aufnehmen. Vor allem Profis schwören auf japanische Messer. Diese sind meist einseitig geschliffen und liegen gut in der Hand. Auch wenn sie speziell an die japanische Küche angepasst sind, lassen sie sich auch in europäischen Küchen verwenden. Statt eines Kochmessers kannst du dir zum Beispiel das japanische Santokumesser zulegen. Da die Klinge oft mit Kullen versehen ist, werden beim Schneiden sehr saubere glatte Schnitte gewährleistet. Auch für europäische Filetiermesser gibt es eine japanische Alternative: das Yanagibamesser. Da es über einen einseitigen Schliff verfügt, ermöglicht es einen sauberen Schnitt. Alternativ bietet sich auch das Debamesser zum Filetieren von Fisch und Fleisch an. Das Deba ist das japanische Pendant zum Ausbeinmesser, lässt sich jedoch vielseitiger einsetzen. Mit der breiten, sehr scharfen Klinge lassen sich beispielsweise auch Gräten schneiden. Je nachdem wie stark der Klingenrücken ist, eignet sich dieser sogar zum Zerbrechen von Knochen.

Probier einfach aus, ob einseitig oder beidseitig geschliffene Messer beim Arbeiten besser in der Hand liegen. Für Linkshänder eignen sich jedoch vor allem beidseitig geschliffene Küchenmesser.

Ebenfalls interessant für deine Messerkollektion

  • Allzweckmesser: ideal für Obst, Gemüse und kleine Fleischstücke
  • Filetiermesser: flexible, schmale Klinge für feine Fisch- und Fleischfilets
  • Hackmesser: extra breite Klinge für optimale Kraftübertragung beim Hacken von Fleisch und Nüssen
  • Steakmesser: scharfe, schmale Klinge zum schonenden Schneiden von Fleischfasern
  • Schälmesser/Tourniermesser: rundes Obst und Gemüse präzise schälen, ohne zu viel abzuschneiden
  • Hartkäsemesser: breite, stabile Klinge zum Herausbrechen von Parmesanstücken

Das Klingenmaterial – von Basic bis zur Königsklasse

Wer auf der Suche nach einem passenden Messer ist, schaut neben Form und Einsatzmöglichkeit auch auf das Material der Klinge. Messer mit Klingen aus Edelstahl oder Spezialklingenstahl eignen sich hervorragend für Kochanfänger mit kleinerem Geldbeutel, wobei auch hier nicht an Qualität gespart wird. Diese Messer sind äußerst robust, im Gegensatz zu anderen Klingen jedoch weicher und sollten somit regelmäßig vor oder nach dem Schneiden nachgeschliffen werden. Auch Keramikmesser gibt es schon für kleineres Geld. Diese sehr harten, leichten und lang anhaltend scharfen Klingen sind zudem absolut rostfrei und somit äußerst pflegeleicht. Da die Keramik jedoch bruchempfindlich ist, solltest du sorgsam mit den Messern umgehen. Ansonsten könnte ein Stück Klinge abbrechen. Bei Damastmessern hat Qualität ihren Preis, aber dieser zahlt sich hier tatsächlich aus. Schon allein wegen der Optik. Das changierende Klingenblatt ergibt sich aus den vielen Lagen unterschiedlicher Stahl- und Eisensorten, bzw. weicher und harter Legierungen. Dadurch sind die Klingen flexibel und stabil sowie sehr hart und schnitthaltig, sie bewahren also auch nach mehrmaligem Gebrauch ihre Schärfe. Damaststahl kann zudem schärfer geschliffen werden als andere Stahlarten, sodass du mit einem Damastmesser präzise, saubere Schnitte erzielst. Der japanische Messerspezialist KAI ist ein gutes Beispiel dafür, wie sich die traditionellen Herstellungsverfahren von Damastmessern hervorragend mit modernen Ansprüchen vereinen lassen.

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Die richtige Unterlage ist entscheidend

Egal, ob aus Keramik, Damast oder Edelstahl, günstig oder teuer – auf einer zu harten Schneidunterlage leiden deine Messer. Es können Haarrisse in der Schneide entstehen und sie stumpfen schneller ab. Mit einem Schneidebrett oder einer Schneidematte aus Kunststoff oder Holz machst du auf jeden Fall nichts falsch . Diese geben dem Klingendruck leicht nach und sind somit schonend zu den Messerklingen.

Ordentlich aufbewahrt

Auch die Aufbewahrung ist ein entscheidender Faktor für den Erhalt der Klingenschärfe. Lose in der Schublade zwischen anderen Küchenhelfern sind die Messer ständiger Reibung ausgesetzt. Und du ahnst es schon, auch dadurch stumpfen sie ab. Für die Aufbewahrung empfehlen sich vor allem 5 Varianten, die sich für kleine und große Küchen eignen. Der Messerblock ist sicherlich der Klassiker. Möchtest du deine Messer-Kollektion in einem Rutsch erweitern, bietet sich ein Messerblock mit inkludierten Messern. Für das bestehende Equipment gibt es natürlich auch unbestückte Blöcke. Da sie aus Holz oder mit einem flexiblen Kunststoffeinsatz versehen sind, werden die Messer beim hineinschieben in die Schächte nur minimaler Reibung ausgesetzt. Neben frei stehenden Messerblöcken gibt es außerdem auch flache Varianten, die speziell für die Schublade und deswegen hervorragend für kleine Küchen geeignet sind.

Messer-Magnetleiste

Messer aufbewahrt an einer Magnetleiste

Eine andere Variante der Messeraufbewahrung bieten Magnetleisten. Sie werden platzsparend direkt über Herd oder Arbeitsfläche angebracht, sodass sich die Messer dekorativ daran anordnen lassen. Aber Vorsicht: Achte darauf, dass du die Messer immer über den Rücken von der Leiste lösen. Ansonsten nimmt die Schneide mit der Zeit Schaden. Zwei weitere Varianten sind zum einen einzelne Schutzhüllen, die um die Klingen gelegt werden, und zum anderen Messertaschen, wie man sie von Profiköchen kennt. Darin lassen sich gleich mehrere Messer aufbewahren. Außerdem sind sie äußerst praktisch, wenn du auch beim auswärts Kochen nicht auf deine Messer verzichten möchtest.

Wetzstahl oder Schleifstein – ein kleiner Überblick

Da Messerklingen aus Edelstahl bzw. Spezialklingenstahl schneller abnutzen, sollten sie regelmäßig nachgeschärft werden. Am besten vor oder nach jedem Schneidvorgang. Dazu eignet sich ein Wetzstahl aus Edelstahl, mit dem beim Nachschärfen kein Material abgetragen wird. Er richtet die Schneide nur wieder auf. Er ist jedoch nicht für einseitig geschliffene japanische Messer geeignet. Um bereits stumpfe Messer dagegen wieder mit einer glatten, scharfen Schneide zu versehen, gibt es den Schärfstab, der meist aus Diamant oder Keramik besteht. Letzterer ist besonders schonend zu den Klingen und eignet sich deshalb auch für japanische Messer.

Messer schärfen

Messer mit Wetzstahl schärfen

An den Schleifstein trauen sich die wenigsten heran. Dabei ist auch hiermit das Schärfen keine Wissenschaft. Er eignet sich außerdem für europäische und japanische Messer und erzielt im Gegensatz zum Schärfstab meist ein besseres Ergebnis. Schleifsteine haben in der Regel zwei Seiten mit unterschiedlicher Körnung. Die grobe dient zum Abschleifen von Unebenheiten und die feine zum Polieren und Schärfen. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann einfach zu einem Messerschärfer greifen. Hier ist der benötigte Schleifwinkel bereits vorgegeben, sodass du einfach nur noch das Messer durch die Schleifrillen ziehen musst.

Die Pflege: das A und O für ein langes Messerleben

Wenn du deine Messer nicht ordentlich pflegst und unachtsam behandelst, ist es unerheblich, ob du teure oder günstige Messer besitzt. Sie nehmen in jedem Fall großen Schaden. Auch wenn Edelstahlmesser mit Kunststoffgriff spülmaschinengeeignet sind, solltest du diese wie alle anderen Messer auch ausschließlich direkt nach Gebrauch per Hand reinigen und sofort trocknen. Vor allem hochwertige Damastmesser sollten nach der Reinigung regelmäßig leicht eingeölt werden, da sie so optimal vor Rostbildung geschützt sind. Auch Holzgriffe freuen sich ab und an über eine Behandlung mit Öl. messer-infographic-full

 

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