Im Test: Die Mockmill Getreidemühle für deine Küchenmaschine

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Wer sein Mehl zu Hause selber mahlen möchte, muss sich nicht zwangsläufig eine sperrige Getreidemühle in die Küche stellen. Viele Küchenmaschinen bieten entsprechendes Zubehör an, mit dem sie sich schnell und einfach umfunktionieren lassen. Auch für die KitchenAid wird ein markeneigener Getreidemühlen-Vorsatz und ein Modell von Wolfgang Mock – die Mockmill – angeboten. Neben KitchenAid Küchenmaschinen eignet sich außerdem noch für die Küchenmaschinen von AEG und Electrolux.

Die Mockmill möchte ich genau unter die Lupe nehmen: Hält sie,was sie verspricht und zaubert – von grob bis fein –  frisch gemahlenes Mehl? Verarbeitet sie Mengen, die für den ganz normalen Hausgebrauch ausreichen? Und wie unterscheidet sie sich von der KitchenAid-Getreidemühle?

Warum lohnt es sich, Getreide selber zu mahlen?

Ich bin bisher nicht auf die Idee gekommen, mein Getreide selber zu mahlen. Wozu auch? Weizen-, Dinkel- und Vollkornmehl gibt es fix und fertig verpackt im Handel zu kaufen. Auch Exoten wie Quinoa- oder Amaranth-Mehl entdecke ich im Reformhaus. Also Strich drunter und ab in den Supermarkt? Nein, so schnell will ich das Thema nicht fallen lassen. Fans der Vollwertkost haben das Selbermahlen schon lange für sich entdeckt. Aber auch immer mehr Hobbyköche lassen sich von frisch gemahlenem Mehl überzeugen. Nach ein wenig Recherche zeigt sich auch wieso:

  • Es ist günstiger: Zumindest, wenn du bei deinen Zutaten auf Vielfalt setzt und neben klassischem Weizenmehl auch mal Roggen-, Dinkel- oder Quinoa-Mehl benötigst. „Spezielle“ Mehle kosten im Handel je nach Qualität deutlich mehr als das ganze Korn. Außerdem kannst du Körner und Samen lange aufbewahren, ohne dass sie ihr Aroma verlieren. Und Zutaten wie Quinoasamen lassen sich nicht nur als Mehl, sondern auch gekocht in der Küche lecker verarbeiten.
  • Es ist gesünder: Industriell hergestellte Mehle durchlaufen je nach Type unterschiedliche Mahl- und Siebstufen. Schon bei der Herstellung gehen so jede Menge Nährstoffe verloren, darunter Ballast- und Mineralstoffe sowie wichtige B-Vitamine. Mit einer Getreidemühle für zu Hause wird das volle Korn (also „Mehlkörper“ samt Schale) gemahlen, sodass ein Großteil der Nährstoffe erhalten bleibt.
  • Es schmeckt: Dinkel, Roggen und auch der milde Weizen entfalten frisch aufgeknackt und zerrieben ihr volles Aroma. Kuchen, Pfannkuchen oder Brot schmecken mit frischem Mehl schlichtweg besser.

Ein paar Nachteile hat die hauseigene Mehlproduktion auch: Das frische Mehl wird an der Luft relativ schnell ranzig. Wer es also nicht sofort oder komplett verbraucht, sollte Reste im Kühlschrank aufbewahren. Und natürlich macht Selbermahlen mehr Arbeit.

Hier kommt die Mockmill ins Spiel. Von dem kleinen Küchen-Gadget erhoffe ich mir, dass sich der Aufwand in Grenzen hält und die Ergebnisse dennoch überzeugen.

Die Mockmill-Getreidemühle im Test

Mockmill Getreidemühle im Detail

Der Mahlgrad der Mockmill-Getreidemühle lässt sich stufenlos einstellen.

Der erste Eindruck

Frisch ausgepackt aus ihrem Karton sticht schon mal eine Sache ins Auge: Die Mockmill-Getreidemühle ist ganz schön schick. Die Mühlsteine verstecken sich in einem hübschen, kapselförmigen Gehäuse in glänzendem Weiß. Neben der eigentlichen Mühle sind außerdem ein großzügiger Einfülltrichter, ein Auslaufblech aus Metall und ein Schraubwerkzeug im Paket enthalten. Ein Blick auf das Datenblatt verrät:

  • geeignet für Küchenmaschinen von KitchenAid, AEG und Electrolux
  • Maße: 27 x 10,5 x 17,8 cm
  • 1,2 kg Gewicht
  • je nach Getreidetyp – etwa 600 g Fassungsvermögen
  • 2 Mahlsteine aus selbstschärfender Korund-Keramik
  • stufenlos einstellbarer Mahlgrad von sehr fein bis ganz grob
  • hochwertige Metall-Ausführung

Welche Zutaten dürfen in die Mühle, welche nicht?

Mit der Mockmill kannst du neben Getreide auch Hülsenfrüchte und Gewürze mahlen, solange sie nicht zu ölhaltig sind. Damit scheiden beispielsweise Gewürznelken, Leinsamen oder Nüsse aus, da sie die Mahlsteine verkleben würden. Hier ein kleiner Auszug an Gewürzen, die du problemlos mit der Mockmill verarbeiten kannst:

  • Kardamom
  • Koriandersamen
  • Pfeffer
  • Salzkörner
  • Sternanis

Auch Feuchtigkeit tut dem Mahlwerk nicht gut, daher sollten deine Zutaten nur trocken in der Mühle landen. Wichtig für alle, die ihr Korn frisch beim Bio-Bauern einkaufen: In dem Mahlgut finden sich häufig noch kleine Fremdkörper, die die Mahlsteine beschädigen können. Gründliches Aussieben ist daher auf jeden Fall ein Muss.

Bei meiner Versuchsreihe muss ich mir keine Sorgen machen. Mein Mahlgut – Weizen, Roggen, Buchweizen, Quinoa, Pfefferkörner und Kardamom – ist vorgewaschen, trocken und enthält wenig Öl.

Wie bequem lässt sich die Mockmill bedienen?

Ich bin kein Fan von komplizierten Basteleien. Je simpler sich eine Küchenmaschine aufbauen lässt, desto glücklicher bin ich mit dem Produkt. Streng genommen ist Mockmill keine eigenständige Küchenmaschine, dennoch find ich es großartig, dass sich der Vorsatz mit zwei bis drei schnellen Handgriffen einsetzen lässt.

Der Vorsatz wird an der Zubehörnabe deiner KitchenAid- oder auch AEG- bzw. Electrolux-Küchenmaschine angedockt und festgeschraubt. Das Auslaufblech lässt sich unterhalb der Mockmill einsetzen. Der Trichter wird oben hineingesteckt. Schon kann’s losgehen.

Mehl selber machen mit der Mockmill Getreidemühle

In den Einfülltrichter passen in einem Rutsch etwa 600 Gramm Mahlgut.

Ich schütte Weizen und Co. einfach in den länglichen Einfülltrichter, stelle am Drehrad die Mahlstufe ein und schalte die KitchenAid erst mal auf geringer Stufe ein. Die Mahlsteine machen sich an die Arbeit und sind dabei überraschend leise. Allerdings rieselt das Mehl auch eher gemächlich aus dem Vorsatz. Für mehr Tempo muss ich die Leistungsstufe der Küchenmaschine hochstellen – das macht sich natürlich auch beim Geräuschpegel bemerkbar. Aber die Mockmill gibt jetzt richtig Gas und hat nach kurzer Zeit ihren Job erledigt.

Mehl selber machen mit der Mockmill Getreidemühle

Während die Mockmill feines Mehl zaubert, wird in der Schüssel schon mal der Brotteig geknetet.

Dabei finde ich besonders praktisch, dass das fertige Mehl über das Auslaufblech direkt in die Rührschüssel rieselt. Hier ist nämlich bereits ein anderes KitchenAid-Zubehör fleißig am Werk und verrührt das frische Mehl mit Eiern und Milch zu einem geschmeidigen Teig.

Wie fällt das Mahlergebnis aus?

Um die unterschiedlichen Mahlstufen zu bewerten, lasse ich Weizenkörner einmal ganz grob und einmal sehr fein zermahlen. Bei beiden Durchläufen sorgt die Mockmill für ein gleichmäßiges Ergebnis. Das grobe Weizenschrot verleiht beispielsweise Frühstücksbrei oder selbstgebackenem Brot einen kernigen Biss. Pudrig und fein eignet es sich dagegen besonders gut für Waffel- oder Pfannkuchenteig.

Mehl selber machen mit der Mockmill Getreidemühle

Weizenkörner, Weizenschrot und feines Weizenmehl frisch aus der Mockmill.

Auch Roggen, Buchweizen und selbst die winzigen Quinoa Körner werden von den Mahlsteinen bei feiner Stufe zuverlässig erfasst und gründlich zerrieben. Speziell beim Quinoa hatte ich ein wenig Zweifel, aber das Ergebnis kann sich sehen lassen. Wie intensiv sich das Aroma bei frischgemahlenen Produkten entfaltet, macht sich besonders bei Kardamom und schwarzem Pfeffer bemerkbar. Duft und Geschmack sind deutlich kräftiger als bei gekauften Pulver-Varianten.

Die Mahlgeschwindigkeit hängt von der Leistungsstufe und dem Mahlgrad ab. 150 Gramm Roggen bei mittlerem Mahlgrad und mitterer Leistung sind ungefähr nach 2 Minuten fertig.

Insgesamt verarbeite ich im Dauerbetrieb etwa 500 Gramm Mahlgut bei mal mehr, mal weniger Power. Dabei wird die Mockmill lediglich ein bisschen warm. Laut Bedienungsanleitung kannst du maximal 4 kg Getreide auf einmal verarbeiten, bevor Küchenmaschine und Vorsatz 45 Minuten Pause brauchen, um abzukühlen.

Wie wird die Mockmill gereinigt?

Der Mockmill-Vorsatz darf auf keinen Fall in Wasser getaucht oder gar in der Spülmaschine gereinigt werden. Das vertragen die Mahlsteine nicht. Vor dem Erstbetrieb empfiehlt Mockmill eine Hand voll Weizen grob zu mahlen und anschließend zu entsorgen, da im ersten Durchlauf evtl. Produktionsrückstände aus der Mühle rieseln.

Nach dem selben Prinzip werden herbe Aromen, die nach dem Mahlen von Gewürzen zurückbleiben, entfernt. Für eine gründliche Reinigung kannst du den Vorsatz aber auch ohne zusätzliche Werkzeuge auseinanderbauen. Die Einzelteile lassen sich anschließend mit einem Pinsel oder Tuch säubern.

Das Mockmill-Fazit: Vor- und Nachteile

Um es kurz zu machen: Das Retro Design ist einfach schick. Insbesondere angedockt an die KitchenAid sehen Küchenmaschine und Zubehör wie aus einem Guss aus und lassen den Ästheten in mir jubeln.

Neben ihrem guten Aussehen konnte die Mockmill in meinem Test auch als tatkräftiges Küchen-Gadget überzeugen. Nein, sie eignet sich nicht für alle Zutaten und nein, wirklich große Mengen (mehr als 4 kg) schafft sie im Dauerbetrieb nicht. Aber trockenes Getreide, Hülsenfrüchte und Gewürze mit niedrigem Ölgehalt sind für das kleine Schmuckstück absolut kein Problem und reichen für klassische Koch- und Backprojekte völlig aus.

Mehl selber machen mit der Mockmill Getreidemühle

Die Mühle liefert bei allen Zutaten gleichmäßige Ergebnisse.

  • Von grob bis fein mahlt sie Weizen, Roggen und Buchweizen genau so, wie ich es haben möchte und bleibt dabei angenehm leise.
  • Die Mahlsteine verwandeln selbst klitzekleinen Quinoa-Körner in feines Mehl. Den Mahlgrad kann ich dabei stufenlos verändern.
  • Kardamom und schwarze Pfefferkörner rieseln in kürzester Zeit als feines Pulver in die Schüssel und duften herrlich frisch in der ganzen Küche.

Auch bei der Benutzerfreundlichkeit kann die Mockmill punkten. Mit wenigen Handgriffen und ganz ohne Werkzeug ist der Vorsatz an der KitchenAid angebracht und ähnlich schnell für eine gründliche Reinigung zerlegt. Das Prinzip ist bei den Küchenmaschinen von AEG und Electrolux übrigens das gleiche, da sie über die gleiche Zubehörvorrichtung wie die KitchenAid verfügen.

Im Vergleich zum markeneigenen Zubehör hat Mockmill optisch aus meiner Sicht die Nase vorn. Dafür ist die KitchenAid Getreidemühle komplett aus Metall gefertigt und im Küchenalltag besonders robust. Ein Vorteil, der auf den ersten Blick nicht sofort ersichtlich ist: Das Mahlwerk aus Stein wird im Gegensatz zu Metallmühlen bei der Arbeit nicht so heiß. Vitamine und Mineralstoffe zeigen sich gegenüber Hitze extrem empfindlich und kommen mit der schonenden Steinmühle besser zurecht.

In Sachen Arbeitsleistung sind beide Vorsätze gleichauf. Was mich letztlich für die Mockmill einnimmt, ist dieses kleine Extra an Komfort. Der großzügige Trichter und das Auslaufblech sind einfach tolle Details, die die Zubereitung erleichtern. Mit einem Preis unter 200 Euro ist die Mockmill außerdem ein bisschen günstiger als die KitchenAid-Getreidemühle.

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