Aquafaba Eischnee – so geht die vegane Variante aus Kichererbsenwasser

Aquafaba Eischnee wird auf eine Tarte gegeben
Vorbereiten
5 Min.
Zubereiten
10 Min.
Niveau
Leicht

Beschreibung

Aquafaba Eischnee ist die pflanzliche Geheimwaffe für cremig-luftige Köstlichkeiten ohne Kompromiss. Ob als Topping für Torten und Tartes, als Basiszutat einer veganen Mousse au Chocolat oder als i-Tüpfelchen für fluffigen Kaiserschmarrn – das Kichererbsenwasser hat einiges auf dem Kasten! Aber nicht nur Zuckerschnuten sollten jetzt ihre Ohren spitzen. Auch herzhafte Gerichte bekommen dank Aquafaba die optimale Konsistenz. Wie wär’s z. B. mit knusprigen Kichererbsen-Nuggets? Erst durch den veganen Eischnee verliert die Kichererbsenmasse an Kompaktheit und bietet dem Fast-Food-Klassiker die Stirn.

Und wenn du jetzt denkst, das war schon alles … natürlich nicht! Du kannst aus Aquafaba nicht nur luftigen Eischnee schlagen, du kannst sogar Baiser zaubern. Wie das geht und was du beachten solltest, erfährst du weiter unten. So viel sei gesagt: Schlag dich tapfer!

Unser Tipp

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Mit Küchenmaschine Karla zauberst du nicht nur sensationelle Torten, Tartes und Co – dank ihres 800 Watt starken Motors und ihren 8 Stufen Rührpower wird dein pflanzlicher Aquafaba Eischnee herrlich luftig, schaumig und stabil!

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Zubereitungsschritte

1
Kichererbsen über einem Sieb abschütten und dabei das Kichererbsenwasser auffangen.
2
Zusammen mit Backpulver in eine Küchenmaschine geben und 8-20 Minuten steif schlagen - je nach gewünschter Konsistenz. Zum Schluss etwas Zitronensaft hinzugeben und noch einmal 2 Minuten weiter schlagen.
  • Zutaten
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Aquafaba Eischnee wird auf eine Tarte gegeben

Extra Tipp

Eine Portion Auqafaba Eischnee entspricht der Menge für 1 Tarte, 1 Blech Baiser oder 4 Portionen Schoko-Mousse.

Aquafaba-Baiser

Nichts ist unmöglich – auch nicht veganes Baiser! Da Eischnee aber im Allgemeinen eine eher fragile Masse ist, ist bei Hitze besonderes Fingerspitzengefühl gefragt. Ganz besonders, wenn dein Baiser Aquafaba-Baiser heißt.

Zutaten für 1 Portion

  • 1 Dose Kichererbsen (á 160 ml Kichererbsenwasser)
  • 1/4 TL Weinstein-Backpulver
  • 1 Vanilleschote
  • 50 g Puderzucker
  • 1 Spritzer Zitronensaft
  • 1 Prise Salz

Zubereitung

  1. Ofen auf 100 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Backblech mit Backpapier auslegen
  2. Schlage dein Aquafaba wie im Grundrezept steif
  3. Sobald die Masse anfängt anzudicken, gibst du nach und nach den Puderzucker unter deinen veganen Eischnee
  4. Für eine feine Vanillenote kratzt du das Mark einer Schote aus und gibst es mit einem Spritzer Zitronensaft und einer Prise Salz hinzu und schlägst dein Aquafaba Eischnee noch einmal 2 Minuten auf
  5. Nun muss es schnell gehen: Je schneller der "Eischnee" verarbeitet wird, desto besser das Ergebnis. Gib ihn in eine Spritztülle und spritz kleine Baisertropfen auf das Backblech
  6. Backblech in die mittlere Schiene des Ofens geben und für ca. 1,5 Stunden trocknen. Am besten klemmst du einen Holzlöffel zwischen die Backofentür, damit das Wasser entweichen kann
  7. Baiser auskühlen lasen und vorsichtig vom Backpapier lösen

Tipps & Tricks

Ich muss zugeben, ich habe mir die Zubereitung einfacher vorgestellt. Nachdem ich meinen ersten wunderbar cremigen Aquafaba Eischnee geschlagen hatte, gab ich ihn ganz euphorisch auf meine vegane Limettentarte. Bachofentür auf, Tarte bei 175 °C rein und schon nach 2 Minuten musste ich zusehen, wie mein stolzer Eischnee dahinschmolz. Nein schlimmer, er tropfte regelrecht aus der Form. Aufgeben war natürlich keine Option! 1, 2 ... nein 3 Anläufe später hatte ich dann endlich eine geling sichere Zubereitung gefunden. Hier meine Learnings für dich:

  • Aquafaba steif schlagen: Die positive Nachricht zuerst – du kannst dein Kichererbsenwasser gar nicht überschlagen. Je länger und kräftiger, desto besser. Das hat 2 Gründe: Zum einen schlägst du dabei immer mehr Luft unter die Masse. Dabei entstehen zunächst große, sehr instabile Blasen, die dann nach und nach zu kleineren, stabileren Bläschen werden. Zum anderen erreichst du durch das Schlagen, dass sich die Proteinstruktur verändert und Bindungen untereinander eingehen können. Dadurch entsteht ein immer stabileres Netzwerk.
  • Das richtige Equipment: Da das Geheimnis in der Länge und Stärke des Schlagens liegt, kann ich dir nur wärmstens eine Küchenmaschine empfehlen. Je mehr Watt und Stufen, desto besser!
  • Schnelligkeit: Sobald es ans Verarbeiten deines pflanzlichen Eischnees geht, solltest du fix sein. So erreichst du am Schluss, dass dein Baiser auch die Form hält. Denn mit der Zeit, entwicht zum einen Luft und zum anderen brechen einige der entstandenen Protein-Bindungen wieder auf.
  • Fingerspitzengefühl: Beim Formen der Baiser-Tropfen solltest du möglichst behutsam sein. Arbeite mit möglichst wenig Druck, um die enthaltene Luft nicht herauszudrücken.

Was vielleicht erst einmal kompliziert klingt, ist am Ende ganz easy. Probier selbst und du wirst erstaunt sein, wie ähnlich dein veganes Baiser dem Original aus Eiweiß ist.

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