Donuts selber machen

Donuts selber machen: Donuts mit verschiedenen Toppings liegen auf einem dunklen Untergrund
Vorbereiten
15 Min.
Ruhen
150 Min.
Zubereiten
30 Min.
Niveau
Mittel

Beschreibung

Dem handtellergroßen Gebäck mit dem typischen Loch in der Mitte kann nicht nur Homer Simpson kaum widerstehen – auch mir haben’s die Kringel schon lange schwer angetan. In den USA und Kanada gehören „Doughnuts“ (ja, so heißen sie dort) zum Alltag und es gibt sie an jeder Straßenecke in sämtlichen Variationen zu kaufen. Klassisch mit Zucker bestreut oder mit Schokolade glasiert, ohne Loch aber dafür mit Cremefüllung, mit buntem Zuckerguss in den grellsten Farben überzogen oder auch aus Blätterteig mit dem Namen „Cronut“ (Mischung aus Croissant und Donut) – die Vielfalt kennt kaum Grenzen und es werden ständig neue ausgefallene Rezepte rund um Donuts kreiert.

Herzhafte Kringel gibt es auch, doch das sind streng genommen Bagels und sie kommen eher wie Brötchen mit Loch daher. Traditionell bestehen Donuts aus einem Hefeteig, welcher zum Kringel geformt und in heißem Fett ausgebacken wird. Er ist also im Prinzip die amerikanische Antwort auf den deutschen Berliner Ballen.

Auch in Deutschland erfreuen sich die süßen Krapfen-Kringel seit den 2000er Jahren immer größerer Beliebtheit. Mittlerweile sind sie hier sogar unter anderem in einer speziellen Donut-Schnellrestaurant-Kette in sämtlichen abgedrehten Variationen erhältlich. Doch du kannst die amerikanischen Krapfen auch ganz einfach und ohne besondere Hilfsmittel selber zubereiten. Bei der Glasur, den Streuseln oder was dir sonst noch so einfällt, kannst du dich dann kulinarisch so richtig austoben.

Welcher Teig ist der beste?

Bei Donuts handelt es sich ursprünglich um ein Schmalzgebäck aus Hefeteig. Doch natürlich ist das kein Muss und du kannst deine süßen Kringel auch aus Rührteig oder Quark-Ölteig herstellen. Da Rührteig schnell zubereitet ist und keine Zeit zum Aufgehen braucht, ist diese Variante eine gute Alternative für Ungeduldige. Ich persönlich schwöre aber auf das luftig-fluffige Original, das in heißem Fett ausgebacken wird. Auch wenn es länger dauert, der Aufwand lohnt sich definitiv!

Die Grundzutaten für einen klassischen Donut-Hefeteig

Die Grundzutaten für einen klassischen Donut-Hefeteig: Hefe, Zucker, Eier, Butter, Milch, Salz und Mehl.

In den USA nennt man die schnelle Variante übrigens Cake-Donuts. Charakteristisch für diese Art ist eine Prise Muskat im Teig. Werden die Rührteig-Donuts dann frittiert, ist das Ergebnis jedoch nicht so fluffig wie bei Hefeteig-Donuts, sondern eher etwas fester und knuspriger.

Auch Quark-Öl-Teig ist ruckzuck zusammengerührt, braucht keine Geh-Zeit und lässt sich mit allerlei Zusätzen wie Zitronenschale, Schokolade, Zimt oder Beeren aufpeppen. Donuts aus Quark-Öl-Teig schmecken sehr ähnlich zu den ursprünglichen Hefeteig-Donuts, sind jedoch noch ein wenig fettiger und somit keine leichte Kost.

Das Grundrezept mit Hefeteig

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Zubereitungsschritte

1
Für den Vorteig alle Zutaten in die Rührschüssel einer Küchenmaschine geben und auf Stufe 2-3 etwa 5 Minuten verkneten. Bei warmer Raumtemperatur (<35°C) ca. 30 Minuten abgedeckt gehen lassen.
2
Für den Hauptteig alle Zutaten zum Vorteig hinzufügen. Erst 2 Minuten auf Stufe 1-2, dann 5 Minuten auf Stufe 2-3 zu einem geschmeidigen Teig kneten, der sich vom Schüsselrand löst.
3
Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben und 15 Minuten abgedeckt ruhen lassen. Teig zusammenstoßen, also nochmals durchkneten, und Luft herausdrücken. Wieder 15 Minuten abgedeckt ruhen lassen.
4
Teig in eine Schüssel geben, mit einem feuchten Küchentuch abdecken und 60 Minuten bei warmer Raumtemperatur (<35°C) gehen lassen.
5
Teig plattdrücken und auf einer bemehlten Arbeitsfläche ca. 1 cm dick ausrollen. Mit zwei runden Ausstechförmchen oder einem Donut-Ausstecher so viele Teig-Kringel ausstechen, bis der Teig aufgebraucht ist. Auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech legen und erneut 30 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.
6
Währenddessen Frittieröl in einer gusseisernen Cocotte oder Bräter auf 165-170° C aufheizen.
7
Jeweils 3 Donuts in das heiße Frittieröl geben und goldbraun ausbacken. Wenden und andere Seite ebenfalls goldbraun ausbacken. Pro Seite etwa 1-2 Minuten.
8
Mit einer Schöpfkelle aus dem heißen Öl nehmen. Kurz abtropfen lassen und je nach Bedarf warm durch eine beliebige Glasur ziehen.
9
Donuts auf ein Gitter legen und auskühlen lassen.
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Donuts selber machen: Donuts mit verschiedenen Toppings liegen auf einem dunklen Untergrund

Extra Tipp

Die Nährwerte für die Donuts haben wir ohne Glasur berechnet. Je nach Glasur erhöhen sich die Nährwerte entsprechend.

Kann ich Donuts auch im Backofen zubereiten?

Wer es nicht ganz so fettig mag und gut auf das Frittier-Aroma verzichten kann, kann Donuts auch ohne Probleme im Backofen zubereiten. Damit sie eine schöne runde Form bekommen, gibt es mittlerweile sogar Donutformen zu kaufen. Diese superpraktischen Backhelfer sind ähnlich wie Muffinbleche mit Mulden in Kringel-Form. Mit einer Spritztüte oder einem an einer Ecke abgeschnittenen Gefrierbeutel lässt sich Rühr- oder Quark-Öl-Teig ganz einfach in die Mulden füllen und backen.

Donut-Toppings von klassisch bis verrückt

Es gibt eigentlich nur zwei Regeln für das Glasieren von Donuts: Mach, was du willst und sei kreativ. Denn bei diesem Thema heißt es: Alles darf, nichts muss. Für ein wenig Inspiration verrate ich dir meine 9 Lieblings-Toppings:

9 Donut-Toppings

Toppings von links nach rechts. 1. Reihe: Ahornglasur, Dulce de Leche, Zuckerglasur. 2 Reihe: Zitrone-Mohn, Himbeer, Streusel. 3. Reihe: Schokoglasur, Kokos, Zucker-Zimt

Ahornglasur

Maple Glaze – der Hit aus den USA.

  • 80 ml Ahornsirup
  • 110 g Puderzucker
  • 30 g weiche Butter

Alle Zutaten in eine Schüssel geben und zu einer cremigen Glasur verrühren.

Dulce-de-Leche-Glasur

Mit dieser außergewöhnlichen Glasur wickelst du jeden um den Finger.

  • 150 g Puderzucker
  • 3 EL Dulce de Leche
  • 10 g weiche Butter
  • 2-3 EL Wasser
  • Geröstete Mandelblätter oder Krokant (optional)

Puderzucker, Dulce de Leche und Butter in eine Schüssel geben und verrühren. Gib dann so viel Wasser hinzu, bis die Masse deine gewünschte Cremigkeit erreicht hat. Für den extra Crunch kannst du deinen Donut noch mit gerösteten Mandelblättern oder Krokant garnieren.

Zuckerglasur

Der Klassiker – Kringel komplett in Zuckerguss tauchen, abtropfen und auf einem Kuchengitter aushärten lassen.

  • 250 g Puderzucker
  • 60 ml Milch
  • 1/2 TL Vanilleextrakt
  • 1 Prise Salz

Alle Zutaten in eine Schüssel geben und verrühren.

Zitrone-Mohn-Glasur

Zitrone und Mohn sorgen für einen besonders spritzig-frischen Donut-Genuss.

  • 1 Bio-Zitrone
  • 100 g Puderzucker
  • 1/2 TL Mohn

Schale der Zitrone abreiben und Saft auspressen. Puderzucker, Zitronenabrieb und Mohn in eine Schüssel geben und 2 EL des Zitronensafts dazugießen. Alles zu einer cremigen Masse verrühren.

Himbeerglasur

Nicht nur im Sommer ein Hit: Donuts mit Himbeer-Glasur.

  • 150 g Puderzucker
  • 3 EL Himbeersaft
  • 2 Tropfen rote Lebensmittelfarbe (optional)
  • 10 g weiche Butter
  • Gefriergetrocknete Himbeeren (optional)

Gib Puderzucker, Himbeersaft und Butter in eine Schüssel und verrühre alles zu einer cremigen Masse. Für eine intensivere Farbe kannst du noch rote Lebensmittelfarbe dazugeben. Besonders schön sieht dein Himbeer-Donut getoppt mit gefriergetrockneten Früchten aus.

Streusel

Streusel-Donuts gehören mit zu meinen absoluten Favoriten. Wie wäre es z. B. super edel mit goldenen oder silbernen Exemplaren?

  • 100 g Puderzucker
  • 2-3 EL Wasser
  • Streusel nach Wahl

Puderzucker und Wasser verrühren. Donut glasieren und nach Belieben mit Streuseln toppen.

Schokoladenglasur

Die Lieblingsglasur aller Schokoholics:

  • 100 g Zartbitterschokolade
  • 25 g Butter

Zartbitterschokolade sehr fein hacken. Zusammen mit Butter über einem Wasserbad schmelzen. Donut in die Glasur tauchen und aushärten lassen.

Kokosglasur

Diese Glasur schmeckt so himmlisch wie eine gewisse runde Süßigkeit.

  • 1 Dose gezuckerte Kondensmilch (gekühlt)
  • 50 g Kokosflocken

Gekühlte Kondensmilch im Mixer aufschlagen. Donut in Kondensmilch tauchen und mit Kokosflocken bestreuen.

Zimt-Zucker

Wahre Zimt-Fans wälzen ihre Donuts großzügig in einer Zimt-Zucker-Mischung.

  • 150 g Zucker
  • 1 1/2 TL Zimt

Zucker und Zimt in einer Schale vermischen und noch warme Donuts eintauchen.

So glasierst du deinen Donut richtig

Du suchst nach der ultimativen Methode, um deinen Donut zu glasieren? Nichts einfacher als das: Tunk den Kringel einfach kopfüber in die Glasur und lass ihn auf einem Kuchengitter auskühlen. Die simple Methode sorgt für einen schönen, gleichmäßigen Glanz.

Donut kopfüber in die Glasur tunken

Wie fülle ich meine Donuts?

Ob du deine Donuts füllen möchtest oder nicht, solltest du bereits wissen, bevor du sie backst. Denn die gefüllten Varianten haben kein Loch und ähneln eher unseren deutschen Berliner Ballen. Womit du deine lochlosen Leckereien füllen möchtest, kommt natürlich ganz auf deinen Geschmack an. Zu empfehlen sind Puddingcremes oder Mousse in sämtlichen Geschmacksrichtungen. Auch Konfitüre eignet sich super zum Füllen. Du solltest lediglich darauf achten, dass die Füllmasse nicht zu flüssig ist, damit deine Donuts sie nicht wie ein Schwamm aufsaugen und matschig werden.

Wie die Füllung in den Donut kommt? Ganz einfach: Mit einem kleinen Messer (z. B. Frühstücksmesser) seitlich den Donut bis zur Mitte einstechen und das Messer dann mehrmals nach links und rechts drehen, sodass eine kleine „Höhle“ entsteht. Die gewünschte Füllung dann in einen Spritzbeutel (oder einen Gefrierbeutel mit einer abgeschnittenen Ecke) füllen und einen Klecks in die Vertiefung spritzen. Und schlussendlich dann der wichtigste Schritt: Reinbeißen und schlemmen!

Donut-Varianten: Vegan, Paleo, Low Carb

Wenn du auf bestimmte Lebensmittel aus gesundheitlichen oder ethischen Gründen verzichtest, heißt das keinesfalls, dass du keine leckeren Donuts genießen kannst. Es gibt etliche Varianten, die auf einige der ursprünglichen Grundzutaten verzichten und dabei trotzdem lecker schmecken.

Vegane Donuts

Wer sich dazu entschieden hat, keine tierischen Lebensmittel zu sich zu nehmen, kann diese  ganz einfach ersetzen. Statt Kuhmilch nimmst du einfach Pflanzenmilch wie z. B. Reis-, Soja- oder Mandelmilch. Die Butter wird einfach durch Kokosöl oder Margarine ersetzt und anstatt Eiern kannst du z. B. ein Leinsamen-Ei in den Teig mischen. Zum Rezept

Paleo- und glutenfrei

Anhänger der Steinzeit-Ernährung und Menschen mit einer Glutenunverträglichkeit verzichten gleichermaßen auf sämtliches Getreide. Zum Glück lassen sich Donuts auch wunderbar mit Mandel- oder Kokosnussmehl herstellen.

Noch mehr Tipps zum Backen ohne Getreide

Low-Carb

Für eine kohlenhydratarme Ernährung eignen sich eher Donuts aus Rührteig. Um die Donuts trotzdem süß zu bekommen, kannst du dem Rührteig statt Zucker einen Zuckerersatz zufügen. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass sich mit Xylit und Erythrit die angenehmste Süße erzielen lässt. Kohlenhydratreiches Weizenmehl lässt sich gut durch Kokos- oder Mandelmehl ersetzen.

Was ist ein Donutmaker?

Seit einigen Jahren sieht man immer öfter Donutmaker in den Geschäften. Ein Donutmaker ist ein elektrisches Gerät, welches ähnlich funktioniert wie ein Waffeleisen. Meist lassen sich 6 Mini-Donuts gleichzeitig damit backen. Für Hefeteig ist ein Donutmaker jedoch nicht geeignet, da dieser beim Backen zu sehr hochgeht und aus den Formen treten würde. Besser eignen sich da einfache Rührteige, wobei das Ergebnis dann eher waffelartig schmeckt. Nach einer persönlichen knallharten Testreihe, empfehle ich den Donutmaker mit Quark-Öl-Teig zu befüllen.

Wie kann ich Donuts einfrieren und aufbewahren?

Frische, selbstgemachte Donuts solltest du innerhalb von 2 Tagen verputzen – so lange schmecken sie noch lecker.

Aber wenn du dir schon die Arbeit machst, warum nicht gleich eine größere Menge herstellen? Denn Donuts kannst du auch super einfrieren. In einem möglichst luftdichten Gefäß oder Beutel halten sie sich dann ca. 3 Monate. Es empfiehlt sich, die ausgebackenen Donuts pur ohne Glasur und Füllung einzufrieren. Zum einen geht dann sicher nichts schief. Zum anderen kannst du dir deinen Donut nach dem Auftauen dann ganz nach Geschmack glasieren und füllen. Am besten schmecken die Donuts, wenn du sie bei 100 °C Ober-/Unterhitze einfach nochmal 10 Minuten im Backofen aufbackst.

Unwiderstehliche Rezeptideen

Du kannst dich mit sämtlichen Zutaten und Aromaten austoben. Etwas Orangenschale, Vanillemark oder Zimt machen den amerikanischen Klassiker gleich zu einem besonderen Schmackofatz. Früchte gehen natürlich auch in sämtlichen Variationen. Am beliebtesten, auch bei mir, sind wohl Äpfel, Bananen und Blaubeeren. Vielleicht ist dein Favorit ja schon bei diesen unwiderstehlichen Rezeptideen dabei.

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