Lupinenmilch mit Kokos

Lupinenmilch wird aus einer Flasche in ein Glas gegossen
Vorbereiten
5 Min.
Ruhen
5 Std.
Zubereiten
10 Min.
Niveau
Leicht

Beschreibung

Lupinen – das sind doch diese kerzenförmigen Blumen, die so schön blühen, oder? Und die kann man essen? Ja, natürlich nicht die Blüten, aber die maisähnlichen gelben Samen. Die enthalten sehr hochwertiges Eiweiß, weshalb die Lupine auch den Spitznamen „deutscher Soja“ bekommen hat. Die schöne Pflanze gehört wie Soja, Erbsen und Linsen zu den Hülsenfrüchten und wächst bei uns in Deutschland tatsächlich besonders gut. Lange fristete die Lupine ein eher schattenhaftes Dasein, das ändert sich aber gerade rasant, denn neben guten Proteinen enthält sie viele wichtige Vitamine und Mineralstoffe. Zusätzlich können wir sie wie Soja super vielfältig in unserer vegetarischen und veganen Küche einsetzen: Joghurt, Mehl, Kaffee, Fleischersatz, Eis, Hummus oder wie in unserem Fall hier Lupinenmilch. All das können wir aus Lupinen herstellen. Eine echte Bereicherung, die auch noch super lecker schmeckt.

Das Grundrezept von Lupinenmilch besteht aus Süßlupinen, Wasser und einer Prise Salz. Da reine Lupinenmilch am Anfang vielleicht etwas ungewöhnlich schmeckt, kommt unsere Version mit Kokosflocken und Datteln daher. Ein wunderbarer Drink, der perfekt zum morgendlichen Müsli passt oder als erfrischendes Getränk überzeugt. Selbstverständlich kannst du deine Milch auch ohne Kokos und Datteln machen – deiner Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt.

Zu dem spannenden Rezept für cremige Lupinenmilch mit Kokos wurden wir übrigens von Ursel aus unserer veganen Facebook-Gruppe inspiriert.

Zubereitungsschritte

1

Lupinenschrot und Datteln in getrennten Schüsseln 5 Stunden einweichen, Wasser abgießen und ausspülen.

2
Alle Zutaten in die Mixkammer des Mandelmilchbereiters füllen, den +Fruit Modus sowie 300 ml als gewünschte Menge auswählen und auf Start drücken.
3
Milch durch einen Nussmilchbeutel gießen und genießen.
  • Zutaten
  • Schritte

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Lupinenmilch wird aus einer Flasche in ein Glas gegossen

Extra Tipp

Das Lupinenschrot und die Kokosflocken lösen sich nicht rückstandslos auf, deswegen empfehlen wir dir, den Drink zu sieben. Mit dem übrig gebliebenen Trester kannst du zum Beispiel super backen.

Was ist Lupinenmilch?

Lupinenmilch wird aus den Samen der Süßlupine hergestellt. Der Name ist hier etwas irreführend. Diese Art schmeckt tatsächlich nicht besonders süß, sondern heißt so, weil sie sehr bekömmlich ist. Lupinen enthalten nämlich eigentlich unverträgliche Bitterstoffe. Aus diesem Grund solltest du die gemeine Gartenlupine auch lieber nicht essen. Vor ungefähr 100 Jahren ist es Botanikern aber gelungen, eine Sorte zu züchten, die extra zum Verzehr geeignet ist und keine Bitterstoffe oder Alkaloide mehr enthält. Für unsere selbstgemachte Milch verwenden wir daher Süßlupinenschrot. Das ist nochmal einfacher zu verarbeiten, als der ganze Samen.

Wie gesund ist der Drink? Nährstoffe im Überblick

Wie bereits erwähnt, enthalten Lupinen hochwertiges Eiweiß und das in einer sehr großen Menge: etwa 35-40 Prozent. Hochwertig heißt in diesem Fall, dass die Proteine der Lupine eine besonders hohe Wertigkeit haben, weil sie alle für den Menschen wichtige Aminosäuren enthalten. Darüber hinaus punktet das heimische Superfood mit diesen Nährstoffen:

  • 35-40 Prozent Eiweiß und alle essenziellen Aminosäuren
  • Vitamin A, B1, E sowie Kalium, Calcium, Magnesium, Eisen
  • Viele Ballaststoffe, gut für die Verdauung
  • Kein Cholesterin
  • Niedriger Fettanteil von 4-7%, aber viele einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren
  • Purinfrei, verträglich für Menschen mit Gicht
  • Enthält kein Gluten, Laktose, Milch- oder Sojaeiweiß
  • Weniger blähende Inhaltsstoffe als andere Hülsenfrüchte

Der Drink ist also sehr gesund und eine echte Bereicherung für eine ausgewogene Ernährung. Wie bei Soja können aber bestimmte Eiweiße der Lupine Allergien auslösen. Scheinbar müssen hier vor allem Menschen mit einer Erdnussallergie aufpassen, das ist aber noch nicht umfassend erforscht.

Ist Lupinenmilch nachhaltig?

Die Lupine an sich ist eine sehr anspruchslose Pflanze, die vorzugsweise auf kargen Böden wächst. In Deutschland wird sie daher vor allem in Nord- und Ostdeutschland angebaut. Bisher sind zudem keine Genveränderungen bekannt. Das macht die Pflanze zu einer echten regionalen Alternative zu Soja. In der Lebensmittelindustrie ist sie außerdem genauso vielfältig einsetzbar. Lupinen binden übrigens auch Stickstoff im Boden, wodurch sie die Fruchtbarkeit von Ackerböden nachhaltig verbessern können.

Schäumt Lupinenmilch?

Dank der enthaltenen Proteine und Fette kannst du Lupinenmilch wunderbar aufschäumen. Der Drink bildet einen luftigen, feinporigen Schaum.

Wie lange ist der Drink haltbar?

Selbstgemachte Lupinenmilch hält sich 3-4 Tage im Kühlschrank. Zur längeren Aufbewahrung kannst du den Drink in eine Eiswürfelform gießen und einfrieren. Er ist so bis zu 3 Monaten haltbar.

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