Macadamiamilch

Vorbereiten
5 Min.
Ruhen
120 Min.
Zubereiten
20 Min.
Niveau
Leicht

Beschreibung

Kleopatra soll ja angeblich in Eselsmilch gebadet haben. Als ich mich für dieses Macadamiamilch-Rezept jedoch umfassender mit der Königin der Nüsse befasste, habe ich mich gefragt, ob Kleopatra nicht auch in Macadamiamilch gebadet hat und diese Überlieferung einfach verloren gegangen ist. Der Pflanzendrink ist nämlich nicht nur von seinen Inhaltsstoffen her sehr luxuriös. Macadamia gilt aufgrund ihrer schwierigen Anbauweise und Verarbeitung als teuerste Nuss der Welt. In Zahlen ausgedrückt: 100 g kosten um die 5 Euro. Das macht diese Milchalternative auch zur Königin der Pflanzendrinks. Die Investition lohnt sich in meinen Augen aber auf jeden Fall, denn Macadamiamilch ist unfassbar cremig und hat einen wunderbaren, leicht buttrigen Geschmack. Am liebsten trinke ich sie pur, im heißgeliebten Kaffee oder Kakao, denn zum Kochen und Backen ist sie aus meiner Sicht viel zu schade.

Da es diese Nussmilch bisher kaum im Supermarkt zu finden gibt, zeige ich dir, wie du den Drink mit einem Pflanzenmilchbereiter ganz leicht selbst machst. Vorteil: keine Zusatzstoffe und volle Kontrolle über die Herkunft deiner Macadamisnüsse.

Extra Tipp

Selbstverständlich kannst du Macadamiamilch auch mit einem leistungsstarken Mixer zubereiten. Verwende hierfür 150 g Nüsse und 2 Prisen Salz auf 1 Liter Wasser. Die Macadamianüsse solltest du vorher für 2 Stunden einweichen, um die enthaltene Phytinsäure auszuschwemmen. Passiere die Milch nach der Zubereitung durch einen Nussmilchbeutel. Den Trester kannst du super zum Backen verwenden.

Zubereitungsschritte

1
Macadamianüsse in der doppelten Menge Wasser für 2 Stunden einweichen lassen. Abschütten und mit klarem Wasser abspülen.
2
Alle Zutaten in die Mixkammer des Mandelmilchbereiters geben. Den Nuts Mode und die gewünschte Menge auswählen und das Programm starten.
3
Fertige Macadamiamilch bei Bedarf durch ein Sieb oder Nussmilchbeutel passieren.
  • Zutaten
  • Schritte

Hast du alles, was du brauchst?
Hake Zubehör und Zutaten ab oder gehe direkt weiter zum Rezept.

Hat's geschmeckt?
Teile dieses Rezept mit anderen oder merk es dir für später.

Macadamiamilch wird in ein Glas mit Kaffee gefüllt

Wonach schmeckt Macadamiamilch und wozu passt sie am besten?

Macadamiamilch ist aufgrund ihres hohen Fettgehalts sehr cremig und schmeckt dadurch vollmundig und leicht buttrig. Viele Menschen bezeichnen Macadamianüsse generell als wohlschmeckend und sagen, dass die Umstellung von Kuh- auf Pflanzenmilch mit Macadamiamilch leichter fällt. Besonders gut schmeckt der Pflanzendrink übrigens im Kaffee, da er geschmacklich nicht untergeht und das Heißgetränk mit seinem nussigen Aroma super ergänzt. Zum Backen und Kochen eignet sich die Milchalternative auch hervorragend, allerdings solltest du im Hinterkopf behalten, dass Macadamia sehr teuer ist und man sie hinterher nicht unbedingt herausschmeckt. Zusätzlicher Pluspunkt: In selbstgemachter Pflanzenmilch löst sich die Nuss schnell auf, wodurch der fertige Drink fast gar nicht gesiebt werden muss.

Wie lange hält sich der Drink?

Aufgrund seines hohen Fettgehalts kann der Drink schnell verderben und ranzig werden. Luftdicht verschlossen sind 3-4 Tage im Kühlschrank aber kein Problem. Darüber hinaus kannst du deine Macadmiamilch auch einfrieren - in Eiswürfelform oder einem geeigneten Behälter - und so bis zu 3 Monate haltbar machen.

Ist Macadamiamilch gesund?

Macadamianüsse gelten tatsächlich als die gesündesten Nüsse unter den vielen verschiedenen Sorten. Ihr Fettgehalt ist allerdings wesentlich höher und liegt bei 70% je 100 g Nüsse. Das ist auf dem Papier erst mal ein fetter Brocken. Es handelt sich aber um einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Nichtsdestotrotz solltest du Nüsse und Milch lieber in Maßen genießen.

  • Gute Eiweißquelle
  • Einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren, fördert Senkung LDL-Cholesterin
  • Gut für Herzfunktion und Blutgefäße
  • Kalium, Phosphor, Magnesium, Calcium, Natrium, Zink, Eisen
  • Hoher Selengehalt, ideal für die Schilddrüse
  • Vitamine B1, B2, B3, B5, B6, B9, E
  • Ballaststoffe, gut für die Verdauung

Für dich ist Macadamia also sehr gesund. Deine Haustiere solltest du hingegen lieber nicht damit füttern. Die Nüsse sind vor allem für Hunde und Katzen giftig.

Extra Tipp

Weiche deine Macadamianüsse vor der Verwendung für etwa 2 Stunden in Wasser ein, um den Gehalt an Phytinsäure, Tannine und Enzymhibatoren zu senken. Dadurch können andere Inhaltsstoffe besser verwertet werden.

Warum sind Macadamianüsse so teuer?

Wie eingangs erwähnt, ist der Anbau und die Weiterverarbeitung von Macadamianüssen schwierig, kompliziert und aufwendig. Zunächst einmal tragen Macadamiabäume erst nach 7-10 Jahren die ersten Früchte, bis dann nach 15 Jahren etwa 50 kg Nüsse pro Baum geerntet werden können. Danach offenbart sich ein weiteres Dilemma: harte Schale, weicher Kern. Und die dicke, dunkelbraune Schale ist in der Tat so hart, dass sie nur maschinell geknackt werden kann. Dazu paart sich eine gestiegene Nachfrage, die den Preis zusätzlich in die Höhe treibt.

Wie nachhaltig ist der Pflanzendrink?

Du kannst es dir vermutlich denken: Macadamia stammt nicht aus Europa. Tatsächlich ist es die einzige australischstämmige Nutzpflanze, die weltweit Beachtung findet und bereits von den Aborigines als Nahrung verwendet wurde. Für die westliche Welt entdeckt wurde die Nusssorte im 19. Jahrhundert in Australien und zwar vom deutschen Forscher Baron Ferdinand Jakob Heinrich von Mueller. Ursprünglich wuchs der Baum ausschließlich in Queensland und New South Wales. Mittlerweile wird er aber auch in Hawaii oder Südafrika angebaut. Dabei bevorzugen Macadamiabäume stets ein subtropisches Klima. Benannt wurden die Macadamianüsse nach John MacAdam, einem befreundetem Wissenschaftler Muellers. Aufgrund ihrer Herkunft hat Macadamia also bereits einen langen Weg hinter sich. Deshalb solltest du besonders auf einen fairen und ökologischen Anbau achten und Macadamianüsse lieber in Maßen konsumieren. Unsere heimischen Hasel- und Walnüsse sind übrigens ähnlich gesund, aber für uns nachhaltiger.

Nach oben
Nach oben