Der Snack mit dem „Popp“ – so machst du kinoreifes Popcorn

Zubereiten
5 Min.
Niveau
Leicht

Beschreibung

Es knuspert und knistert und treibt andere Kinobesucher in den Wahnsinn. Mir egal, denn ein Film ohne süßes, warmes Popcorn macht nur halb so viel Spaß.

Bereits die amerikanischen Ureinwohner haben den Puffmais platzen lassen. Richtig berühmt wurde Popcorn allerdings erst als Unterhaltungssnack, der auf Jahrmärkten, in Varietés und schließlich in Kinos verkauft wurde – günstig für ein paar Cent pro Tüte, sodass sich jeder den kleinen Schlemmerluxus leisten konnte. Seitdem sind Kino und Popcorn so eng miteinander verbunden, dass es für viele Filmfans einfach zum Erlebnis dazugehört. Einziger Wermutstropfen: Den Knabberspaß gibt es hierzulande häufig nur süß – ab und zu auch salzig – zu kaufen. Experimente? Fehlanzeige!

Für mehr Variantenreichtum muss ich mich schon selbst in die Küche stellen und Popcornmais ploppen lassen. Gesagt, getan und so duftet bald die ganze Küche nach dem selbstgemachten, frischen Snack.

Wieso „poppt“ das Popcorn?

Nur aus speziellem Puffmais wird beim Erhitzen Popcorn. Das Besondere an den Maiskörnern: Sie verfügen über eine harte Schale, unter der Stärke und ein relativ hoher Anteil Wasser schlummern. Die Sorte „Butterfly“ ist wahrscheinlich die bekannteste und platzt zu typisch verästelten Popcornflocken auf. „Mushroom“-Popcorn ist eher rund und kompakt. Daher eignet sich die Sorte besonders gut, um sie mit Karamell oder Schokolade zu überziehen. Und sogenannter „Jumbomais“ poppt zu besonders großen Flöckchen auf.

Alle Popcornsorten haben eins gemeinsam: Werden sie auf die richtige Temperatur gebracht, bildet sich in den Körnern Wasserdampf, drückt gegen die Schale und übt so ordentlich Druck aus. Platzt die Schale schließlich auf, entweicht der Wasserdampf schlagartig und mit einem lauten „Plopp“. Gleichzeitig schießt auch die Maisstärke heraus, verhärtet und verwandelt schnöde Körner in einen luftigen Snack.

Welches Öl verwendest du am besten für Popcorn?

Puffmais mag es heiß. Erst wenn die Körner zwischen 170 und 200 °C warm werden, verwandeln sie sich in knuspriges Popcorn. Daher brauchst du für selbstgemachtes Popcorn Fett oder Öl mit einem hohen Rauchpunkt. Darunter fällt zum Beispiel Kokosfett, Butterschmalz oder raffiniertes Rapsöl. Es gibt sogar spezielles Popcornöl mit leichtem Buttergeschmack.

Popcorn aus dem Kochtopf

Für selbstgemachtes Popcorn brauchst du einen Topf samt passendem Deckel, geeignetes Fett und Popcornmais. Natürlich funktioniert das Ganze auch in einer hohen Pfanne mit Deckel. Kleiner Tipp für extrakrosses Popcorn: Wenn du den Deckel leicht versetzt platzierst, kann der Wasserdampf entweichen, ohne dass das Popcorn herausspringt.

Zubereitungsschritte

1
Öl in den Topf füllen, bis der Boden komplett bedeckt ist. Auf dem Herd mit 2-3 Maiskörnern zur Probe erhitzen.
2
Wenn die Körner aufplatzen, restlichen Popcornmais einfüllen und Deckel aufsetzen. Wenn der erste Popcornmais aufplatzt, Herd ausstellen.
3
Popcorn ca. 2 Minuten aufpoppen lassen. Dabei alle 5-8 Sekunden leicht rütteln, damit das Popcorn nicht anbrennt. Fertiges Popcorn sofort in eine Schüssel füllen.
4
Butter schmelzen. Dünn über Popcorn träufeln, mit Gewürzen - zum Beispiel Zimt und Zucker - bestreuen und gründlich vermengen.
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Popcorn aus der Mikrowelle

Popcorn schmeckt auch aus der Mikrowelle. Dazu brauchst du nur einen hitzebeständigen Behälter, den du in der Mikrowelle verwenden und abdecken kannst. Er sollte bis zu 200 °C problemlos wegstecken können. Puffmais mit etwas Öl einfüllen, ca. 2 Minuten bei 750 Watt erhitzen und fertiges Popcorn in eine Schüssel füllen. Das Ganze soll laut Popcorn-Fans auch in einer einfachen braunen Papiertüte funktionieren: Zutaten einfüllen, Papiertüte mehrfach ein- und umgeschlagen (sonst fliegt der Mais fröhlich durch deine Mikrowelle) und wie oben beschrieben erhitzen.

Verpass deinem Popcorn Geschmack

Süß? Salzig? Oder mit Parmesan-Rosmarin-Mix? Pures Popcorn ist eher geschmacksneutral und damit ein super Ausgangspunkt für wildeste Gewürzkombinationen. Allerdings musst du dein selbstgemachtes Popcorn entsprechend zu- bzw. vorbereiten, sonst rieseln Salz, Zucker und Co. zwischen den Flocken durch und würzen lediglich den Schüsselboden.

Popcorn für die Gewürze vorbereiten

Damit Gewürze haften bleiben, braucht dein Popcorn ein paar Esslöffel geschmolzener Butter, Kokosfett oder Öl als leckeres Haftmittel. Verteile Öl oder geschmolzenes Fett dünn und gleichmäßig und misch das Popcorn einmal gründlich durch, damit die Flöckchen gleichmäßig ummantelt, aber nicht matschig werden. Anschließend nach Lust und Laune würzen, nochmal mischen und losknabbern.

Gewürzmix zusammenstellen

Brauchst du ein bisschen Würz-Inspiration? Wenn du es lieber herzhaft magst, kannst du die Kombination aus Salz, Pfeffer und Rosmarin ausprobieren. Oder verpass dem Snack mit Chilipulver ein wenig Feuer. Das Dreamteam aus Zimt und braunem Zucker sorgt bei deinem Popcorn feine Süße. Mild, nussig und ein bisschen exotisch wird es mit 2-3 Esslöffeln geschmolzenem Kokosöl. Amerikanisch wird es mit einigen Esslöffel flüssiger Butter. Und für echte Schokoholics ist klar: Geschmolzene Schokolade und knuspriges Popcorn sind eine unschlagbare Kombi.

Mit Gewürzen lässt sich jede Menge anstellen, aber wie schmeckt dein Popcorn so karamellig, warm und lecker wie im Kino?

Popcorn karamellisieren wie im Kino

Beim echten Kinopopcorn werden Mais, Fett und Zucker gemeinsam erhitzt. Der Zucker karamellisiert und legt sich als feine Kruste um die einzelnen Popcorn-Flocken. Um diesen Zaubertrick zuhause nachzumachen, gibst du pro 50 Gramm Mais ca. 2-3 Esslöffel Fett und 3-4 Teelöffel Zucker in den Topf. Alles zusammen erhitzen, dabei gelegentlich schütteln, bis der Puffmais aufplatzt. Ein bisschen Fingerspitzengefühl braucht es dabei allerdings schon, denn der Zucker brennt in Windeseile an. Darum hier noch ein paar Tipps für kinoreifes Popcorn aus der eigenen Küche:

  • Verwende für das Karamellisieren einen Topf oder eine hohe Pfanne mit Antihaftbeschichtung.
  • Sobald die ersten Maiskörner aufploppen, drehst du die Hitze herunter oder nimmst das Kochgeschirr vom Herd. Die Resthitze reicht aus, um die Körner zum Platzen zu bringen.
  • Halte die Maiskörner in Bewegung. Dazu rüttelst du Topf oder Pfanne alle 3 bis 5 Sekunden hin und her.
  • Füll das Popcorn sofort in eine Schüssel um, damit die Flocken nicht schwarz werden.

Wem das zu heikel ist, kann auch in spezielle Popcornmaschinen mit Heizsystem und Rührarm investieren.

Wie bewahrst du Popcorn richtig auf?

Kurz nach dem ersten „Plopp“ schmeckt Popcorn knusprig und lecker. Aber Wehe es steht einen ganzen Tag unbeachtet herum, schon sind die kleinen Puffkörner pappig. Um das Popcorn möglichst frisch zu halten, packst du es am besten in einen trockenen, luftdicht verschließbaren Behälter. Dann knuspert es auch noch 1-2 Tage später.

Wie viele Kalorien stecken im Popcorn?

So unschuldig luftig wie der Knabberspaß daher kommt, kann man es kaum glauben, aber 100 Gramm süßes Popcorn schlagen mit rund 400 kcal zu Buche. Ein wenig kalorienärmer wird der Snack, wenn du die Körner zum Beispiel in der Mikrowelle mit lediglich 1-2 Esslöffeln Öl platzen lässt, auf flüssige Butter als Topping verzichtest und mit Salz statt Zucker würzt. Schmeckt nicht? Da hilft nur eins: Kalorien ignorieren und einfach genießen.

Von süß bis herzhaft – 5 Knabber-Rezepte für selbstgemachtes Popcorn

veganMom

Anna

Vegan Mom


"In meinem Kopf war das selber herstellen von Eis und Joghurt etwas unfassbar kompliziertes - und auch dem Ergebnis habe ich nicht viel zugetraut. Mit der Elisa ist die ganze Unternehmung aber so spielend einfach das ich, nachdem ich ein paar Handgriffe getan habe, kaffeetrinkend dabei zusehen kann wie dieses wunderbare Maschinchen mir die leckersten Kreationen zaubert, dessen Endergebnis nicht auf selbstgemacht schließen ließe."

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