Rote Bete zubereiten

Beschreibung

Rote Bete zubereiten? Ich gebe ganz offen zu, ich kannte Rote Bete aus dem Glas, aber die Knolle frisch gekauft und selbst zubereiten – kam mir früher nicht in die Tüte. Eigentlich fatal, denn die Rote Bete schmeckt frisch, egal ob gekocht, gebraten, gebacken, eingelegt, im Kuchen oder als Saft, um längen besser! Früher war mir ihr erdiger Geschmack zu intensiv und die eingelegten roten Kügelchen und geriffelten Scheiben aus dem Glas konnten mich nie wirklich überzeugen. Wie ist es bei dir? Liebst du Rote Bete oder bist du eher von der Fraktion, die bei dem Wurzelgemüse ein langes Gesichte zieht?

Egal auf welcher Seite du steht – mit der richtigen Zubereitung, wird dir Rote Bete garantiert schmecken. Also gib der Roten Rübe noch eine Chance, denn sie erweitert nicht nur deinen Geschmackshorizont… In Allermunde gilt sie als absolutes Super-Food, denn sie ist reich an Nährstoffen und dadurch sehr gesund. Also geh der Knolle mal auf den Leim. Deine für dich perfekte Rote Bete Vor- und Zubereitungsart ist bestimmt dabei!

Extra Tipp

Achte bei Roter Bete auf eine gute Qualität! Wenn sie im Bund mit Strunk und Blättern verkauft wird, ist es ein Zeichen dafür, dass sie vor kurzem geerntet wurde. Die Knolle sollte nicht zu groß und nicht zu dick sein, denn dann ist ihre Textur hölzern und faserig. Feste, kleine Knollen sind dagegen besonders zart. Achte beim Kauf darauf, dass sie eine glatte Oberfläche hat und die Haut nicht beschädigt oder verschrumpelt ist. Wenn sie weich ist und sich eindrücken lässt, ist die Rote Bete nicht mehr frisch. Schwarze Flecken weisen darauf hin, dass sie zu kalt gelagert wurde.

Rote Bete – Wissenswertes

Wusstest du eigentlich… Die Rote Bete gehört zu den Fuchsschwanzgewächsen und ist eine Kulturform der Rübe und dadurch mit der Zuckerrübe und auch mit Mangold verwandt. Bekannt ist die Rote Rübe etwa seit dem 17. Jahrhundert und galt lange Zeit als Armeleute essen. Übrigens wird die knallrote Bete nicht überall „Rote Bete“ genannt. In der Schweiz wird das Wurzelgemüse als „Rande“ bezeichnet. In Südbaden, Bayern und Österreich kennt man sie unter dem Namen „Rahne“. Rote Bete eignet sich übrigens auch wunderbar als natürlicher Ersatz für künstliche Lebensmittelfarbe. In Pulverform oder als frische Zutat verwandelt sie z.B. Brot in einen schönen roten Laib.

Extra Tipp

Bete ist immer Rot, denkst du? Falsch gedacht! Es gibt auch weiße und gelbe Bete. Bei der roten Sorte sorgt Betanin für die knallige rote Farbe, der ist aber in den zwei anderen Sorten nicht enthalten. Stattdessen steckt in ihnen Karotin und sorgt für die gelbe und weiße Farbe. Ihr Geschmack ist fast gleich, sie sind aber etwas süßlicher. Also probier doch auch mal die anderen Sorten aus!

Rote Bete Saison

Gibt es Rote Bete nicht ganzjährig im Supermarkt? Ja, richtig! Rote Bete zählt zwar zum Wintergemüse, da die Hauptsaison für die Rote Rübe von Ende September bis März geht. Doch auch in den anderen Monaten des Jahres muss du nicht auf sie verzichten – vorgekocht und vakuumiert oder im Glas findest du sie ganzjährig in Supermärkten.

Am besten schmeckt sie allerdings immer noch als frische Knolle, selbst zubereitet. Entweder aus dem Gemüsefach im Supermarkt gekauft oder sogar selbst gepflanzt im heimischen Garten oder Balkon. Rote Bete pflanzen solltest du im Mai. Rote Bete ernten ab September, aber auf jeden Fall noch bis vor dem ersten Frost.

Wie lagerst du Rote Bete richtig?

Am besten lagerst du sie dunkel, kühl und trocken. Das Gemüsefach deines Kühlschranks ist gut dafür geeignet. Die Rote Bete dazu in etwas Folie, die du mit ein paar kleinen Löchern versiehst, oder in ein Geschirrtuch wickeln. So bleibt sie 2 bis 4 Wochen haltbar und die Nährstoffe gehen nicht so schnell verloren. Rote Bete einfrieren ist eine weitere Möglichkeit der Lagerung. Allerdings solltest du nur gekochte Rote Bete einfrieren und niemals rohe, dann ist sie eingefroren bis zu 12 Monate haltbar. Auch Rote Bete Blätter einfrieren funktioniert wunderbar. Dazu solltest du die zunächst blanchieren, gut abtropfen lassen, klein schneiden und dann portionsweise einfrieren. Immer eine gute Aufbewahrungs- und Haltbarkeitsmöglichkeit ist, wenn die Rote Bete vakuumiert wird. So hält sich die vorgekochte Rote Bete etwa 6 Monate.

Rote Bete Nährwerte

Die Rote Bete ist ein wahrer Nährstofflieferant, voll mit wichtigen Inhaltsstoffen wie Vitamin C (ca. 10 mg. pro 100 g.) und B, Kalium, Eisen, Zink und Folsäure. Die rote Farbe hat die Knolle vom Betanin, einem natürlichen Farbstoff, der als Lebensmittelfarbe verwendet wird und vor Zellschäden, Zellveränderungen und Entzündungsprozesse im Körper schützt. Durch die Nährstoffzusammensetzung unterstützt Rote Bete das Blut bei der Bildung von Abwehrzellen gegen Bakterien und Viren und kann somit das Immunsystem stärken.

Wenn du die volle Ladung Nährstoffe aus der Roten Bete aufnehmen möchtest, solltest du sie am besten roh essen oder als Saft zu dir nehmen, denn durch starke Hitze beim Garen verliert die Knolle einen Teil ihrer Inhaltsstoffe. Schneide sie z.B. in hauchdünne Scheiben oder in feine Spiralen. Je dünner du sie schneidest, desto milder der Geschmack. Du kannst sie auch mit einer Reibe fein raspeln und mit in einen Salat geben. Das verleiht dem Ganzen eine schöne, saftige Textur. Mit etwas frischem Zitronensaft und einer kleinen Prise Salz schmeckt die Rote Bete roh richtig erfrischend und einfach gut.

Trinkst du gerne Rote Bete Saft? Dieser ist sehr gesund und wird als z.B. als Eisenquelle empfohlen. Allerdings ist diese Empfehlung nicht ganz korrekt, denn zwar enthält Rote Bete Saft Eisen (ca. 0,9 mg. pro 100 g.), jedoch hemmt die enthaltene Oxalsäure die Aufnahme dessen.

Magst du deine Rote Bete nicht so gerne roh essen, gibt es trotzdem eien Möglichkeit viele Rote Bete Nährwerte aufzunehmen: Rote Bete dämpfen ist die schonendste Methode, das Gemüse zu garen. Durch die relativ niedrige Temperatur des Wasserdampfes gehen nur ein kleiner Teil der Nährstoffe verloren. Außerdem ist diese Art der Zubereitung besonders kalorienarm, da kein Fett hinzugegeben werden muss.

Rote Bete zubereiten – so geht‘s richtig

Du hast Lust auf Rote Bete und dir eine frische Rübe gekauft? Dann mach dich jetzt ran an die Zubereitung. Egal, ob du Rote Bete kochen, im Ofen backen oder sie einlegen willst – Es gibt ein paar Dinge, die du beachten solltest, wenn du zur Roten Bete greifst:

Die Vorbereitung

  • Der rote Farbstoff der Roten Bete ist sehr intensiv und nur schwer herauszuwaschen. Daher solltest du bei der Zubereitung immer eine Schürze und Einmalhandschuhe aus Gummi tragen, um deine Kleidung und deine Hände vor starken Verfärbungen zu schützen. Sollte doch mal was daneben gehen, helfen heißes Wasser und Zitronensäure oder Gallseife bei der Reinigung.

Gemüseguerilla  Rote Bete verarbeiten_Step-8

  • Beim Schneiden solltest du etwas Back- oder Butterbrotpapier auf dein Schneidbrett unterlegen, da der Farbstoff tief ins Material dringt und es rot färbt. Durch leichte Risse oder Schnitte im Holz können sich auch beschichtete Bretter rot verfärben.
  • Wenn du die Knolle vor dem Garen wäschst, ist es wichtig, die Haut nicht zu verletzten, da an jeder offenen Stelle der Farbstoff entweicht. Du kannst die Rote Bete dazu unter fließend kaltem Wasser mit etwas Küchenpapier vorsichtig von Erde und Dreck befreien.
  • Die wichtigen Inhaltsstoffe der Powerknolle gehen teilweise durch den Garprozess verloren. Die dunkle, rot-braune Haut solltest du daher bei jeder Garmethode am besten dran lassen und erst danach entfernen. So verhinderst du, dass die Knolle während der Zubereitung „ausblutet“ und ihre Nährstoffe sowie ihre Farbe verliert. Ist die Rote Bete gegart, lässt sich die Haut ganz einfach mit etwas Küchenpapier oder den Händen (mit Handschuhen!) abreiben.

Gemüseguerilla  gekochte Rote Bete pellen

  • Wenn du frische Rote Bete im Bund gekauft hast, solltest du den Strunk zwar entfernen, aber nicht ganz runterschneiden. Um die Knolle vor dem “Ausbluten“ zu schützen, schneide die Stiele nur bis auf 2-3 cm herunter, sodass die Haut und das Fleisch der Roten Bete nicht beschädigt wird.Gemüseguerilla  Rote Bete Strunk entfernen

Fünf Zubereitungsarten für Rote Bete

Möchtest du Rote Bete zubereiten, hast du viele verschiedene Möglichkeiten. Je nach Weiterverwendung bieten sich auch verschiedene Garmethoden an. Wichtig dabei ist, sich an die oben genannten Tipps zu halten, um am Ende eine schön saftige, knallrote Rübe servieren zu können.

Rote Bete kochen

Rote Bete weich kochen ist die ideale Garmethode, wenn du eine Suppe oder ein Püree zubereiten willst. Mit etwas Zitronensaft im Wasser wird das Fleisch der Knolle etwas heller, gibst du 1 TL Backpulver dazu, verfärbt sie sich dunkellila. Wichtig ist, das Gemüse erst am Ende der Kochzeit zu salzen, denn durch das Salz bekommt die Rote Bete eine matte Farbe.

So funktioniert’s: Du schneidest den Strunk herunter, gibst die gewaschene Rote Bete mit Schale in einen Topf und bedeckst sie vollständig mit kaltem Wasser. Mit geschlossenem Deckel bringst du das Wasser zum Kochen, schaltest dann die Hitze herunter und lässt die Rote Bete ohne Deckel ca. 30 Minuten köcheln. Das Wasser erst 5 Minuten vor Ende der Garzeit salzen. Wenn sie fertig gegart und mit kaltem Wasser abgekühlt ist, kannst du die Schale mit etwas Küchenpapier ganz einfach abreiben und die Rote Bete in die gewünschte Größe schneiden.

Die Kochzeit der Roten Bete hängt von der Größe der Knolle ab. Ist sie eher klein, wird sie nach 30 Minuten gar sein, größere Exemplaren benötigen 40-50 Minuten Kochzeit. Um zu überprüfen, ob die gekochte Rote Bete gar ist, kannst du die Knolle mit einem Messer anstechen und schauen, ob die Spitze ganz einfach bis zur Mitte der Rübe gleitet.

Gemüseguerilla  Rote Bete kochen

Rote Bete aus dem Backofen

Wenn du deine Rote Bete im Backofen mit Schale zubereitest, hast du drei verschiedene Möglichkeiten, die gesunde Rübe zu garen. Du kannst sie backen, rösten oder trocknen. Das Wintergemüse braucht keine spezielle Temperatur. Ideal sind 200 °C, aber wenn du z.B. schon einen Fisch bei höherer oder niedrigerer Temperatur im Ofen hast, kannst du sie problemlos dazugeben. Sie benötigt dann lediglich etwas weniger oder entsprechend mehr Garzeit.

Rote Bete backen – So funktioniert’s: Zunächst schneidest du auch hierbei den Strunk herunter und wickelst die Rote Bete in eine Lage Backpapier und dann in eine Lage Alufolie, um sie vor der starken Hitze zu schützen. Bei 200 °C gibst du die Knolle dann für 40-50 Minuten in den Backofen. Nach der Hälfte der Zeit die Folie und das Backpapier etwas öffnen und nachsehen, ob die Rote Bete zu trocken ist. Sollte das der Fall sein, gib einfach 1 TL Wasser mit dazu und wickle sie wieder ein. Die Rübe dann auswickeln und in Eiswasser abschrecken, um den Garprozess zu stoppen. Mit etwas Küchenpapier kannst du die Haut entfernen und die Rote Bete in die gewünschte Form schneiden.

Rote Beete in Aluminiumfolie backen

Wickle die rote Bete vor dem Backen in Aluminiumfolie um sie vor der starken Hitze zu schützen.

Rote Bete rösten – So funktioniert’s: Die Rote Bete Schale mit einem Sparschäler entfernen und die Knolle in dünne Scheiben, Stifte oder Wedges schneiden. Die Gemüsestücke kannst du dann auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und großzügig mit Olivenöl bestreichen. So wird die Rote Bete vor dem Austrocknen geschützt. Gib das Blech dann bei 200 °C für 45 Minuten in den Ofen. Nach der Hälfte der Backzeit die Gemüsestücke einmal wenden.

Rote Bete trocknen – So funktioniert’s: Den Strunk bis auf ca. 2-3 cm runterschneiden und die Rote Bete unter kaltem Wasser abwaschen. Die Schale mit einem Sparschäler entfernen und die Knolle in hauchdünne, ca. 0,3 cm dicke Scheiben schneiden. Die Scheiben auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und großzügig mit Olivenöl beträufeln. So wird die Rote Bete vor dem Austrocknen geschützt. Gib das Blech dann bei 160 °C für 40 Minuten in den Ofen. Nach der Hälfte der Backzeit die Rote-Bete-Chips einmal wenden. Das Backblech aus dem Ofen nehmen und die Chips abkühlen lassen.

Lust auf gesunde Chips?

Rote Bete einlegen

Viele von uns kennen Rote Bete kaum frisch sondern nur eingelegt in Form von kleinen Kugeln oder geriffelten Scheiben im Glas. Rote Bete klassisch eingelegt hat einen ganz klaren Vorteil: Es macht die Rote Rübe sehr lange haltbar und verleiht ihr eine besonders würzige Note.

So funktioniert’s: Um das Wurzelgemüse einzulegen, solltest du sie vorher auf jeden Fall mit Schale kochen, anschließend abkühlen lassen, schälen und in Form schneiden. In einem Topf dann Wasser, Essig, Zucker und deine gewünschten Gewürze wie z.B. frische Pfefferkörner oder Zimt aufkochen lassen und dann zusammen mit der vorgekochten Roten Bete in sterilisierte Gläser füllen. Die Mischung sollte eine Woche lang ziehen, bevor du die eingelegte Rote Bete verzehrst oder weiterverarbeitest.

Rote Bete entsaften

Die meisten Nährstoffe nimmst du zur dir, wenn du frische Rote Bete roh isst oder Rote Bete Direktsaft trinkst. Um Rote Bete Saft frisch gepresst zu genießen, brauchst du am besten einen starken Entsafter, da die Knolle roh sehr fest ist.

So funktioniert’s: Bevor es losgehen kann, solltest du die Rote Bete schälen, da die Haut sehr intensiv erdig schmeckt. Anschließend die Knolle in etwas kleinere Stücke schneiden, damit das Entsaften leichter von der Hand geht. Dann die Stücke am besten immer mit frischem Zitronensaft pressen, denn er verleiht der Rübe ein tolles, mildes Aroma. Kombiniere deinen Saft z.B. mit Apfel oder Ingwer – das ist super gesund und belebend!

Rote Bete braten

Ja, man kann tatsächlich Rote Bete roh braten. Hätte ich vorher auch nicht gedacht, aber das Ergebnis kann sich sehen lassen!

So funktioniert’s: Die geschälte Rote Bete in ca. 1 cm dicke Scheiben oder feine Julienne schneiden und in einer Pfanne mit heißem Öl von jeder Seite ca. 5 Minuten braten. Danach das Gemüse aus der Pfanne nehmen und auf etwas Küchenpapier legen, um überschüssiges Fett aufzunehmen. Mit etwas grobem Meersalz und frischen Kräutern eine schnell gezauberte Beilage!

Gemüseguerilla  Rote Bete verarbeiten_Step-5

Unser Tipp

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