Rotkohl selber machen

Rotkohl selber machen in einer Cocotte mit Gewürzen, Preiselbeermarmelade wir zum Abschmecken hinzugegeben
Vorbereiten
15 Min.
Zubereiten
45 Min.
Niveau
Mittel

Beschreibung

Rotkohl selber machen gehört für dich zur Königsdisziplin? Keine falsche Bescheidenheit – alles was es für richtig guten selbstgemachten Rotkohlbraucht, sind sorgsam ausgewählte Zutaten und die richtigen Vorbereitungs- und Zubereitungsschritte. Und wenn doch mal was schief gehen sollte, rettet dich mein „Rotkohl-SOS“ garantiert. So wirst du step by step zum wahren Rotkohlkönig! Bevor´s ans Schnippeln geht, willst du noch dein Rotkohlwissen aufpolieren? Dann hol dir hier alle Infos zur Lagerung, wertvollen Nährstoffen und dem Geheimnis der Farbe.

Rotkohl putzen und vorbereiten – bevor es richtig losgeht

Äußere Blätter entfernen

Die äußeren 2-3 Kohlblätter sind meist verschmutzt, etwas löchrig und mit einem natürlichen, weißen Belag behaftet. Du kannst diese Blätter nach unten klappen und direkt am Strunk abbrechen. Darunter ist der Kohlkopf knackig, matt-glänzend und frisch.

Rotkohl wurde geputzt und wird nun in den Händen gehalten

So glänzend schön sieht der Rotkohl aus, nachdem die äußeren Blätter entfernt wurden.

Extra Tipp

Wenn du die hartnäckigen Verfärbungen an Fingern & Nägeln vermeiden möchtest, greif beim Verarbeiten am besten zu Einmalhandschuhen.

Kohlkopf schneiden

  1. Zuerst halbieren – am besten mit einem möglichst langen Messer, mit dem du den gesamten Kopf zerteilen kannst.
Rotkohl wird halbiert

Rotkohl wird mit einem langen Messer mittig halbiert.

2. Den halbierten Kopf vierteln – dazu mit der Schnittfläche auf die Arbeitsfläche legen, damit der Kopf nicht verrutscht und erneut längs halbieren.

3. Den Strunk entfernen – dazu das Messer schräg direkt am Strunk ansetzen und keilförmig herausschneiden.

Rotkohl Strunk wird entfernt

Geviertelt lässt sich der Strunk keilförmig gut entfernen.

4. Rotkohl in feine Streifen schneiden oder hobeln – je nach dem, was dir persönlich lieber ist.

Rotkohl in feine Streifen schneiden

Rotkohl wird in feine Streifen geschnitten.

Rotkohl fein hobeln

Rotkohl lässt sich alternativ auch in feine Streifen hobeln.

Rotkohl schmoren

Im Großen und Ganzen liegt das Geheimnis beim Rotkohl selber machen bei den richtigen Zutaten – und zwar sorgsam eingesetzt. Nur so entsteht am Ende ein harmonisches Spiel aus Süße, Säure, Herzhaftigkeit & Würze. Du willst ja nicht, dass dein Rotkohl sauer oder gar bitter ist! Hier ein kurzer Zutaten-Überblick:

Zutaten für Herzhaftigkeit & Glanz

  • Schmalz: und zwar bei einer gute Portion! Wenn du Zwiebeln und Rotkohlstreifen darin anbrätst, sind dir ein herzhafter Geschmack und ein schöner Glanz schon mal sicher!

Zutaten für Süße & Säure

  • Apfel: eindeutig die Nr. 1, greif hier am besten zu einer eher säuerlichen Sorte – z.B. Boskop oder Elstar. Während des Schmorens entfalten die Apfelstücke ihr volles Aroma, verleihen sowohl Fruchtsüße als auch Säure und geben eine leicht sämige Konsistenz.
  • Trockenfrüchte: wegen ihrer Süße & Fruchtigkeit sind auch Pflaumen oder Cranberrys gern im Rotkohl gesehen.
  • Rotwein: bevor es ans Schmoren geht, braucht dein Kraut noch einen guten Schuss Flüssigkeit mit Geschmack! Wenn du deinen Rotkohl etwas lieblicher magst, greif am besten zu Portwein – der hat deutlich mehr Restsüße.
  • Essig: verleiht deinem Kohl zusätzlich Säure und mehr Tiefe  am besten mit Rotwein- oder Apfelessig.
  • Preiselbeermarmelade: quasi das grande finale – ein großzügiger Löffel rundet deinen Rotkohl perfekt ab.

Zutaten für winterliche Würze

  • Gewürznelken – sorgen für den typischen Rotkohlgeschmack, den jeder kennt.
  • Lorbeerblätter – für einen intensiv herben, herzhaften Geschmack.
  • Wacholderbeeren – heben den natürlichen Rotkohlgeschmack.
  • Piment – oder auch Nelkenpfeffer – bringt ordentlich Würze und erinnert an eine Mischung aus Pfeffer, Zimt, Muskat und Nelken.
  • Zimtstange – für einen Hauch Weihnachten und einen aromatisch lieblichen Gewürzrotkohl.
  • Salz, Pfeffer – ohne sie geht auch beim Rotkohl nichts!
  • Zucker – eine Prise zum Schluss macht’s rund im Schmortopf.

Du hast alle Zutaten bereit?  Dann schnapp dir deine Cocotte und los geht’s!

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Zubereitungsschritte

1
Für den Rotkohl Zwiebeln und Äpfel schälen und in kleine Würfel schneiden.
Äpfel und Zwiebel würfeln
2
Gänseschmalz in einer Cocotte oder einem großen Topf schmelzen. Zwiebelwürfel darin kurz anschwitzen. Rotkohl hinzufügen und unter regelmäßigem Rühren Gemüse ca. 10 Minuten dünsten.
3
Lose Gewürze in ein Gewürzei bzw. Teesieb geben und zusammen mit Zimtstangen und Lorbeerblättern auf den Rotkohl legen. Äpfel hinzugeben.
Apfelwürfel zum Rotkohl in die Cocotte geben
4
Mit Rotwein ablöschen und anschließend durchmengen. Geflügelfond angießen, und Rotkohl ca. 30 Minuten bei geschlossenem Deckel köcheln lassen.
5
Rotkohl mit Preiselbeermarmelade, Apfelessig, ggf. etwas Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken.
6
Bei Wunsch mit etwas Speisestärke abbinden: Dafür 2 EL Rotkohl-Flüssigkeit mit Speisestärke glattrühren. Stärkegemisch unter den Rotkohl rühren und noch einmal kurz aufkochen.
7
Rotkohl entweder sofort servieren oder über Nacht durchziehen lassen.
Rotkohl bereit zum Servieren
  • Zutaten
  • Schritte

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Rotkohl selber machen in einer Cocotte mit Gewürzen, Preiselbeermarmelade wir zum Abschmecken hinzugegeben

Rotkohl-SOS: Was tun, wenn der rote Kohl nicht schmecken will?

Du hast deinen Rotkohl genau nach Anleitung und Zutatenliste zubereitet, trotzdem siehst du beim Rotkohl selber machen Rot? Manchmal ist das so ... der eine Rotwein ist süßer, der andere Apfel mal saurer oder der neue Essig auf einmal kräftiger. Aber nicht verzagen, diese Tipps werden deinen Rotkohl retten:

Dein Rotkohl ist zu trocken?

Gib während des Schmorens immer wieder etwas Flüssigkeit in Form von Wasser, Brühe, Rotwein oder fruchtigem Apfelsaft hinzu. So wird der Kohl schön weich. Seinen zarten Schmelz und Glanz bekommt er durch etwas Schmalz – vielleicht kann deiner davon noch einen Klecks mehr vertragen?

Dein Rotkohl ist zu sauer?

Das war vermutlich ein bisschen zu viel Essig oder ein besonders kräftiger Kandidat. Kein Problem – mit Zucker, Apfelmus oder etwas mehr Preiselbeermarmelade solltest du das in den Griff bekommen.

Dein Rotkohl ist bitter?

Dann solltest du mit einer Prise Salz und Zucker gegensteuern. Auch gegen den herben Geschmack können Apfelmus oder Marmelade hilfreich sein. Manchmal lässt der bittere Geschmack auch noch einmal nach, wenn du den Kohl am nächsten Tag zum Essen aufwärmst.

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