Whisky Tasting in München – 5 japanische Whiskys in der Verkostung

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Am 6. Oktober 2016 lud Beam-Suntory zu einem keinen und privaten Tasting japanischer Whiskys nach München ein. Auch zwei Springlaner waren geladen. Treffunkt war die kleine und stilvolle Bar „Rostiger Pudel“ im Glockengießerviertel. Christian und ich schmissen also ein Sakko über, stiegen in den ICE und liefen, in München angekommen (und nein, komischerweise hatte die Bahn keine Verspätung) voller Vorfreude in die Pestalozzistraße.

Als wir ankamen war die Bar schon voll mit geladenen Gästen aus Gastronomie und Handel. In fröhlicher und ausgelassener „Feierabend-Stimmung“ begrüßten uns nette Beam-Team und auch einige bekannte Gesichter unserer letzten Messe-Gänge. So standen wir in geselliger Runde und bekamen auch just den ersten Begrüßungscocktail serviert. Natürlich war die Hauptzutat japanischer Whisky! Is ja klar.

Begrüßung im Rostigen Pudel

Herzliche Begrüßung im Rostigen Pudel

Nach einigen Fachsimpeleien ging es auf die Plätze. Jeder hatte ein eigenes voreingeschenktes Service mit 5 verschiedenen Whiskys vor sich stehen.

Whiskys in Nosinggläsern

Herrengedeck. Die 5 Whiskys für den Abend

Beam-Suntory begrüßte uns und gab ab an den sympathischen Hauptredner des Abends: Tatsuya Minagawa. Er ist langjähriger Suntory-Brand-Ambassador in Residence und nun seit einigen Jahren Besitzer des berühmten Hotels „The Highlander Inn“ in der idyllischen schottischen Speyside, wo sehr viele bekannte Brennereien zu Hause sind.

Begrüßung zum Whiskytasting

Begrüßung von Beam-Suntory

Sinn und Zweck diese Abends war es, mehr über japanischen Whisky und die Suntory Produkte zu erfahren. Whiskys aus Japan erfreuen sich immer größerer Beliebtheit – besonders in Europa und den USA. Die meisten Abfüllungen werden sehr teuer verkauft. Aber warum ist das so?

Whiskys des Abends

Die 5 ausgewählten Whiskys des Abends

Das Brennen von Whisky hat in Japan schon eine relativ lange Tradition. 1923 gründete Shinjiro Torii die Whisky-Destille „Suntory“. Er suchte sich die Region „Yamazaki“ bei Kyoto als Standort aus, um nach schottischer Tradition, aber unter komplett anderen klimatischen Bedingungen, seinen Whisky zu destillieren und zu lagern.

Wer schon einmal einen japanischen Whisky getrunken hat, wird wissen, dass er nie forciert und sehr weich und ausgewogen ist. Genau das ist das Credo der japanischen Brennkunst. Alle japanischen Whiskys sind:

  • subtle
  • refined
  • and complex

Die Whiskys haben also viele Nuancen, sind von besonderer Gestaltung und sehr vollmundig und komplex.

Den weichen Charakter bekommen die japanischen Suntory-Whiskys vom Quellwasser. Gebraut, bzw. gebrannt wird mit sehr weichem Wasser, das einen sehr geringen Kalkgehalt aufweist.

Die japanischen Malts scheinen also die japanische Art widerzuspiegeln: höflich, harmonisch, ausgewogen und trotz der hohen Qualität (und Überschüttung mit Preisen und Medaillen) immer bescheiden.

Nach diesem ersten Überblick über die japanische Whiskykultur waren wir nun gespannt, die einzelnen Abfüllungen zu verkosten.

Hibiki – Japanese Harmony

Um dieser These auf den Grund (des Glases natürlich) zu gehen, nahmen wir auch direkt den ersten Schluck des „Hibiki – Japanese Harmony“ zur Hand, bzw. Nase. Tatsuya erklärt, dass dieser Blend aus den besten Fässern des Hauses Suntory zusammengestellt wird. Mindestens 10 verschiedene Malt- und Grain Whiskys aus 5 verschiedenen Fässertypen finden sich zu einem harmonischen Ganzen zusammen. Der Name „Harmony“ beschreibt die Wechselwirkung zwischen der Natur und dem Menschen.

Hibiki - Japanese Harmony

Hibiki – Japanese Harmony

Tasting Notes:

  • Nase: sehr fruchtig nach hellen Früchten, leichte Holznuancen
  • Körper: süß, weich, Orangenzeste
  • Finish: lang, weich und angenehm

Mein Fazit: Ein schöner, leichter und runder Whisky. Kann ich mir hervorragend als Begleiter meiner monatlichen Poker-Treffs vorstellen.

Im Abgang war ein Geschmack, den ich nicht richtig definieren konnte. Fast wie ein leichter Zedernholzgeschmack. Wir haben später herausbekommen, dass es Mizunara, also die Fässer aus japanischer Weißeiche sind, die sich in fast allen Suntory Whiskys wiederfinden. Eine sehr interessante neue Note, wenn man, wie ich, meist nur schottische und irische Whiskys trinkt.

Kaum hatten wir den letzten Schluck aus dem Nosing Glas getrunken, ging es schon mit dem nächsten Kandidaten weiter.

The Yamazaki 12 years old

Der „The Yamazaki 12 years old“ machte mit seiner strahlend goldenen Farbe schon optisch eine gute Figur. Yamazaki wird auch als Pionier der japanischen Whisky Erfolgsgeschichte bezeichnet und das in klassisch japanischer Architektur erbaute Gebäude ist heute die größte Brennerei Japans. Außerdem war sie die erste Single Malt Destille (außerhalb Schottlands), die nach schottischem Vorbild gebaut wurde und Whisky brennt (Pot Still).

Die Yamazaki-Whiskys sind das Top-Export Produkt Suntorys und stehen mittlerweile in 35 verschiedenen Ländern in den Regalen.

The Yamazaki 12 years old

The Yamazaki 12 years old

Tasting Notes:

  • Nase: Sehr zurückhaltend, leichte Noten von exotischen Früchten
  • Körper: Sehr weich, fast kein Alkohol zu merken, helle Früchte, leichtes Holz und Sherry
  • Finish: Sehr langer und intensiver Abgang, helle Früchte und Bittermandel

Fazit: Hier macht sich die japanische Philosophie besonders bemerkbar. Weich, leicht, unauffällig und trotzdem fruchtig mit einem langen, warmen Finish. Ein wirklich gut gemachter Whisky, der sich nicht in den Vordergrund drängt und trotzdem sehr präsent ist.

The Hakushu 12 years old

Zum Glück kam an diesem Punkt des Tastings die nette Servicekraft mit Schnittchen rum! Denn ohne Umschweife griff Tatsuya zum nächsten Glas. Der „The Hakushu 12 years old“ (geprochen: hackschuh) stammt aus einer der höchstgelegensten Destillen der Welt. Sie liegt versteckt in den riesigen Wäldern des Kaikomagatake-Berges in den japanischen Alpen. Das Wetter, das feucht-warme Klima und das glasklare Gebirgswasser machen die Whiskys aus der Hakushu-Destille, auch in Japan zu etwas ganz Besonderem. Das Überraschendste an diesem Single Malt ist allerdings, dass er getorft ist! Sehr unüblich für japanische Whiskys.

The Hakushu - 12 years old

The Hakushu – 12 years old

Als absoluter Fan von Islay-Malts war ich voller Vorfreude und auch Christian nickte mir grinsend, die erste Nase nehmend, zu.

Christian ist vollkommen zufrieden

Christian ist vollkommen zufrieden

Tasting Notes:

  • Nase: Rauch, getrocknete Kräuter
  • Körper: exotische Früchte, leichte ätherische Öle
  • Finish: lang mit Frucht und leichten Holznoten

Die Weichheit macht sich bei dem Hakushu wieder sofort bemerkbar. Der Rauch ist deutlich spürbar. Die Aromen sind leicht kräuterig. Vielleicht habe ich mir das aber auch nur eingebildet, da die ganze Zeit über ein idyllisches Bild der Destille im dichten Wald auf die Wand vor mir projiziert wurde.

Die nette Dame mit den Schnittchen kam wieder vorbei und nun folgten fast alle Augen im Raum ihrem beladenen Tablett …

Nach einer kleinen Stärkung blieben noch 2 interessante Tastings übrig.

Hibiki 17 years old

Die Flaschenform der Hibiki Whiskys haben mich schon am Anfang beim Hineingehen hinter der Bar angelacht. Die Flaschen werden eigens für die Hibikis angefertigt und besitzen 24 Kullen, die erstens für die 24 Stunden des Tages und zweitens für die 24 Monate im japanischen Mondkalender stehen. Das Etikett ist aus traditionellem Papier handwerklich gefertigt. Alles in Allem schon mal ein absolut gelungener Auftritt! Auch im Glas macht der „Hibiki 17 years old“ einen soliden Eindruck.

Tasting Notes:

  • Nase: Volle Zitrusfrüchte Vanille und Kokos
  • Körper: Mango, Pfirsich, Karamell und Sherry
  • Finish: Süß und lang mit Lychee-Aroma

Ein absolut gelungener Malt. Nicht aufdringlich, weich und ein Aroma, als wäre man in einen bunten Fruchtkorb gefallen. Die Flaschen werden aber leider immer rarer und der Preis geht stetig nach oben. Momentan rangiert der Blend zwischen 200€-230€.

Die Kellnerin mit den Schnittchen war nicht zu sehen … machte aber auch gar nichts, denn eine leichte Aufgeregtheit machte sich im Raum breit. Wir standen vor dem Höhepunkt des Abends.

The Yamazaki Sherry Cask 2016

Sein Vorgänger, der  Sherry Cask 2013 wurde von Whisky-Guru Jim Murray letztes Jahr zum „besten Whisky der Welt“ gewählt. Was folgte war ein noch nie dagewesener Hype rund um die sowieso schon streng limitierten Flaschen (5000 Stück weltweit).

Nach diesem unglaublichen Erfolg legte Yamazaki Chief Blender Shinji Fukuyo bei der neueren limitierten „The Yamazaki Sherry Cask 2016“ Abfüllung noch einen obendrauf und genehmigte dem Single Malt nochmals eine 2 Jahre längere Reifezeit in Fässern aus spanischer- und japanischer Weißeiche. Der Whisky vereint über 100 sorgfältig ausgewählte Malts, unter denen sich Fässer mit bis zu 25 Jahren gereiften Whiskys befinden. Ein absolutes Meisterwerk japanischer Präzision und Handwerkskunst.

Die Flaschen sind natürlich längst vergriffen und nur noch auf Auktionen für astronomische Preise zu ersteigern. So liegt eine Flasche momentan ca. bei 3500 €. Auf einer britischen Website habe ich noch 3 cl Proben gesehen, die mittlerweile für 260 € über den Tresen wandern.

2 cl dieses absoluten Top-Whiskys standen also vor uns und Tatsuya hob das Glas und gestand, die neue Abfüllung bis jetzt noch gar nicht probiert zu haben.

The Yamazaki Sherry Cask 2016

The Yamazaki Sherry Cask 2016

Tasting Notes:

  • Nase: Süß nach Rosinen, Sherry und Eichenholz
  • Körper: komplex, süß, dunkler Kakao und viel Sherry
  • Finish: sehr lang, harmonisch, cremig, etwas bitter

Ein wirklich toller Whisky! Man sollte allerdings Fan von starken Sherrynoten sein, denn diese sind allgegenwärtig. Dem weichen, komplexen und zurückhaltenden Malt steht eine gewaltige Sherry- und Holznote gegenüber. Vielleicht ist das auch der Grund, warum der Whisky so gute internationale Rezensionen bekommt. Er traut sich, aus dem Gefälligen herauszustechen.

Nach diesem ausgiebigen Tasting war die Bar geöffnet und es gab japanisch angehauchte Häppchen. Alles in Allem ein sehr gelungener Abend mit tollen Whiskys und jeder Menge Informationen … und bayrischem Bier im Anschluss natürlich.

Tatsuya mit dem Sherry Cask in der Hand

Tatsuya mit dem Sherry Cask in der Hand

„Domo arigatou“ an das Beam Suntory Team. Den Abend haben wir dann natürlich stilecht in einer Sushi-Bar um die Ecke, die auf japanische Whiskys spezialisiert ist, ausklingen lassen. Servus, Kanpai und Sayounara!

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